deutsche lokalzeitungen über die „schuldenbremse“ :
Die Leipziger Volkszeitung gibt zu bedenken: Sternstunde, Durchbruch, Trendwende. Diese Euphorie dürfte für Normalbürger recht verwunderlich sein angesichts der Tatsache, dass sich die Spitzenpolitiker im Kern nur darauf verständigt haben, dass der Staat auf Dauer lediglich so viel ausgeben darf, wie er einnimmt.
Die Neue Osnabrücker Zeitung kritisiert: Politische Glaubwürdigkeit sieht anders aus. Denn wer – völlig zu Recht – Sparsamkeit einfordert, sollte bei sich selbst und der aktuellen Regierungsarbeit anfangen.
Die Saarbrücker Zeitung meint: Es muss gespart werden, bis die Schwarte kracht. Wenn das Vorhaben überhaupt gelingen soll, ist zudem ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum notwendig, damit die Einnahmeseite gestärkt wird. Wer in Kenntnis der allgemeinen Lage dennoch „spürbare Steuersenkungen verlangt“, muss sich den Vorwurf des Populismus gefallen lassen.
Die Lübecker Nachrichten merken an: Schleswig-Holstein wird mit der in Aussicht gestellten Zinshilfe nicht stehen und nicht fallen, es ist eine symbolische Hilfe. Aber mehr ist nicht drin. Die Landesregierung hat die Wahl: Entweder sie gibt eine Bankrotterklärung ab und erklärt, wir schaffen es nicht. Oder sie läutet ein Blut-Schweiß- und-Tränen-Jahrzehnt ein.