ZEHN JAHRE NACH ERÖFFNUNG DES HOLOCAUST-MAHNMALS : Millionen Menschen besuchten die Stelen
Zehn Jahre nach der Eröffnung des Holocaust-Mahnmals hat die Träger-Stiftung eine zufriedene Bilanz gezogen. 4,5 Millionen Besucher hätten den unter dem Stelenfeld liegenden Ort der Information besucht, sagte der Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Uwe Neumärker, am Dienstag. Im frei zugänglichen Stelenfeld selbst waren vermutlich noch viel mehr Besucher unterwegs. Das Mahnmal sei zu einer Touristenattraktion geworden, sagte Neumärker. Dies stellt die Träger aber vor weitere Herausforderungen: Der Umgang mit dem Denkmal und die jetzt schon fällige Sanierung der teilweise stark von Rissen durchzogenen Betonquader sorgen weiter für Diskussionen um das Mahnmal.
Am Sonntag jährt sich die Eröffnung des Denkmals vom 10. Mai 2005 zum zehnten Mal. In direkter Nähe des Brandenburger Tores erinnert das Monument an die Ermordung von sechs Millionen Juden zur Zeit des Nationalsozialismus. Das Denkmal hat eine Fläche von 19.000 Quadratmetern. 2.710 Betonstelen in verschiedenen Höhen sind darauf angeordnet. Ursprünglich waren es 2.711 – eine wurde abgebaut, um die Ursache für die Risse zu analysieren. (epd)