Wahlen auf dem Sinai und im Nildelta: Dritte Runde in Ägypten

Im bevölkerungsreichen Nildelta, im Süden und auf dem Sinai wird am Dienstag und am Mittwoch gewählt. Der Andrang auf die Wahllokale war schon am früh groß.

Das Glück des Staates liegt auch in ihren Händen. Bild: ap

KAIRO reuters/dpa | In Ägypten hat am Dienstag die dritte und letzte Etappe der langwierigen Parlamentswahl begonnen. Vor allem in der Provinz Nord-Sinai war der Andrang vor den Wahllokalen schon am Morgen groß. Zur Stimmabgabe kamen viele potenzielle Wähler der islamistischen Parteien - Frauen mit Gesichtsschleier sowie Männer mit kurzen Gewändern und Vollbärten.

In der Region, die wesentlich ärmer ist als der Süd-Sinai mit seinen Touristenzentren, kommt es häufig zu Konfrontationen zwischen Beduinen, Islamisten, Schmugglern und den staatlichen Sicherheitskräften.In der südliche Provinz Kena gingen am Morgen nur wenige Menschen zur Wahl. Einige Wahllokale öffneten verspätet, weil die Stimmzettel nicht rechtzeitig geliefert wurden.

Dieser Wahlgang, der am Mittwoch fortgesetzt wird, umfasst neun vorwiegend ländliche Provinzen, in denen die Zugehörigkeit der Kandidaten zu einem bestimmten Clan von den Wählern oft stärker beachtet wird als deren politischen Aussagen.

Linke und Liberale spielen marginale Rolle

In den ersten 18 Provinzen, wo im November und Dezember gewählt worden war, hatten die sogenannten moderaten Islamisten die meisten Stimmen erhalten, gefolgt von den radikalen Islamisten der Partei des Lichts. Die Liberalen und Linken spielten nur eine marginale Rolle.

"Ich bin früh aufgestanden, um wählen zu gehen, noch bevor ich irgendetwas anderes mache", sagte Mostafa Mohammed Ali, ein Fabrikarbeiter aus dem Nildelta. "Es ist für mich gerade das Allerwichtigste, genau wie für das ganze Land."

Die Wahlen haben Ende November begonnen und wurden von Massenprotesten gegen den Militärrat überschattet, bei denen 17 Menschen ums Leben kamen. Am 29. Januar beginn die Wahl zur zweiten Kammer des Parlaments (Schura-Rat).

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