Vorsätze für den Winter: S-Bahn will auch bei Schnee fahren

Der Berliner S-Bahn-Chef Peter Buchner verspricht, im Winter werde es keine zusätzlichen Probleme geben. Wann die S-Bahn wieder nach Plan fährt, bleibt offen.

S-Bahn-Chef Peter Buchner gibt sich winterfest Bild: Foto: dpa

Die S-Bahn hat Kritik an ihren Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit zurückgewiesen. Entsprechende Äußerungen des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) seien nicht nachvollziehbar, sagte S-Bahn-Chef Peter Buchner am Donnerstag. "Damit werden lediglich Kunden verunsichert." Die S-Bahn sei gut auf den Winter vorbereitet, versicherte er - ohne sich jedoch konkret festzulegen, wann die Bahn wieder in vollem Umfang fahren werde. Es habe keinen Sinn, "Zahlen in die Luft zu setzen", die tags darauf womöglich revidiert werden müssten, wich der S-Bahn-Chef aus. Derzeit sind 416 sogenannte Viertelzüge im Einsatz.

Die S-Bahn fährt seit Juni 2009 mit einem deutlich eingeschränkten Fahrplan. Im vergangenen Dezember sollte eigentlich wieder Normalbetrieb sein, doch wegen Schnee und Eis mussten zahlreiche Züge erneut in die Werkstatt, Züge fuhren seltener oder bedienten nicht mehr die gesamte Strecke. VBB-Chef Hans-Werner Franz hatte am Montag im Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses kritisiert, die größten Probleme seien nicht behoben worden. Wenn der Winter hart werde, gebe es ähnliche Ausfälle wie im Vorjahr.

Auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) bereitete die Berliner auf eine weitere Geduldsprobe vor. Er rechne nicht damit, dass die S-Bahn so zügig zum Normalbetrieb zurückkehrt wie zugesagt, sagte Wowereit am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. Das Land warte noch auf die Ergebnisse einer internen Prüfung der Bahn. "Ich befürchte, dass es dann eine veränderte Situation zu den Angaben von damals geben wird", sagte Wowereit mit Blick auf die Vereinbarung von Senat und Unternehmen vom Juni. Demnach sollte im Laufe des kommenden Jahres wieder Normalbetrieb einkehren.

Buchner hingegen verwies auf Maßnahmen, die das Unternehmen seit dem Winter ergriffen habe. So seien 150 Fahrmotore ausgebessert und gegen Flugschnee isoliert worden, 90 weitere lägen als Tauschreserve bereit. Langfristig indes reichten Wartungen nicht aus - stattdessen sollen bis 2014 insgesamt 3.000 Motorteile ausgetauscht werden. Dies werde nicht zu Zugausfällen führen, versprach Buchner. Um Türen auch bei Matsch und Eis richtig schließen zu können, werde ein spezielles Enteisungsspray eingesetzt.

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