Vodafone fordert Handy-Perso: Sim-Karte mit Ausweisfunktion

Der Mobilfunk-Anbieter Vodafone will das Internet-Geschäft erleichtern und fordert deshalb einen Handy-Personalausweis. Die Technik sei da und in Indien sehe man, dass es funktioniert.

Vielleicht bald kein Assecoire mehr, sondern der mobile Personalausweis. Bild: reuters

HAMBURG afp | Der Mobilfunk-Anbieter Vodafone hat sich für die Einführung eines digitalen Personalausweises auf Handy-Chips stark gemacht. Würden die sogenannten SIM-Karten in Handys mit der notwendigen Technik ausgerüstet, könne dies die Sicherheit für Verbraucher online erhöhen und "dem Internet als Geschäftsplattform zu einem echten Durchbruch" verhelfen, sagte der Chef von Vodafone Deutschland, Friedrich Joussen, der Financial Times Deutschland vom Montag.

Die nötigen Mobilfunk-Chips seien schon entwickelt. Handynutzer könnten sich damit im Web sichererer identifizieren. Für die Einführung bedürfe es aber noch gemeinsamer Kraftanstrengungen von Politik und Wirtschaft.

In anderen, teils weniger stark entwickelten Ländern würden Handys schon heute verstärkt für Geschäfte im Alltag eingesetzt, sagte Joussen. "In Afrika erledigen die Menschen bereits mobil ihre Bankgeschäfte." Auch in Indien werde stark auf Geschäfte über das Handy gesetzt.

Ein Handy-Personalausweis könnte demnach den neuen digitalen Personalausweis im Scheckkarten-Format ergänzen, der im Herbst eingeführt werde soll. Der neue Personalausweis ab November ist mit einem Mikrochip ausgestatt, auf dem die persönlichen Daten enthalten sind. Er soll die sichere Identifikation über das Internet gegenüber Behörden ermöglichen, kann aber auch bei Einkäufen oder für Bankgeschäfte über das Internet eingesetzt werden. Vorteil eines Handy-Chips mit Ausweisfunktion wäre die Nutzerfreundlichkeit, weil Verbraucher ohnehin mit Handys zunehmend Geschäfte im Internet erledigen und sich dabei bequem identifizieren könnten.

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