Verhandlungen mit Neuseeland: Japan will nur noch 1500 Wale jagen

Japan hat sich dazu bereit erklärt, in der Antarktis nur noch halb so viele Wale wie bisher zu töten. Die japanische Walfangflotte harpuniert jedes Jahr mehr als 3.000 Wale in der Antarktis.

Ein Buckelwal springt in Hervey Bay, Australien, aus dem Wasser. Bild: dpa

WELLINGTON apn | Japan hat sich zu Verhandlungen mit Neuseeland bereiterklärt, das den Walfang in der Antarktis zumindest halbieren möchte. Die japanische Seite gehe "in völlig gutem Vertrauen" in die Gespräche, sagte Glenn Inwood vom Japanischen Institut für Walforschung. Jedes Ergebnis müsse aber ein Kompromiss sein, mit dem niemand völlig glücklich sein werde.

Die japanische Walfangflotte harpuniert jedes Jahr mehr als 3.000 Wale in der Antarktis. Grundlage ist eine Ausnahmeregelung der Internationalen Walfangkommission (IWC) für das seit 1986 bestehende Moratorium, die den begrenzten Walfang zu wissenschaftlichen Zwecken ermöglicht.

Kritiker wenden jedoch ein, dass dies nur ein Vorwand ist und dass die Wale in japanischen Lebensmittelgeschäften und Restaurants enden.

"Wir sprechen über eine erhebliche Verringung in der Zahl der getöteten Wale", sagte der neuseeländische Vertreter beim IWC, Geoffrey Palmer. Der neuseeländische Außenminister Murray McCully sagte, er hoffe, dass Japan eine deutliche Reduzierung vorschlagen werde. Auch Australien dringt auf eine Einschränkung der Jagd auf die bedrohten Meeressäuger. Der australische Ministerpräsident Kevin Rudd hat rechtliche Schritte angekündigt, falls bis November keine Einigung erreicht ist.

Einmal zahlen
.

Fehler auf taz.de entdeckt?

Wir freuen uns über eine Mail an fehlerhinweis@taz.de!

Inhaltliches Feedback?

Gerne als Leser*innenkommentar unter dem Text auf taz.de oder über das Kontaktformular.

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de

Ihren Kommentar hier eingeben