Untersuchung der Uni Bremen: Arktis-Meereis schmilzt so stark wie
So wenig Eis wie in diesem Sommer haben Wissenschaftler im Polarmeer noch nie beobachtet. Der Rückgang der Eisfläche ist nicht mehr mit natürlicher Variabilität erklärbar.
BREMEN dpa | Das Meereis in der Arktis ist in diesem Sommer so stark geschmolzen wie nie zuvor. Die Negativmarke sei am Donnerstag mit 4,24 Millionen Quadratkilometern erreicht worden, teilte die Universität Bremen am Freitag mit. Damit wurde die bisher geringste Eisausdehnung im Nordpolarmeer aus dem Jahr 2007 (4,267 Millionen Quadratkilometer) unterboten. Seit 1972 ist das sommerliche Eis um die Hälfte zurückgegangen.
"Für Kleinlebewesen, die an der Unterseite des Eises leben und gleichzeitig Ausgangspunkt der Nahrungskette auch für uns Menschen sind, bleibt immer weniger Lebensraum", erläuterte Georg Heygster vom Institut für Umweltphysik der Universität Bremen. Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Arktis seien gravierend.
Nach Heygsters Angaben schwankt die Eisausdehnung im Jahresverlauf zwischen etwa 15 Millionen Quadratkilometern im März und fünf Millionen im September. Auch in diesem Jahr seien die Nordost- und Nordwestpassage wieder gleichzeitig eisfrei. Dieses Phänomen sei erstmals 2008 beobachtet worden.
Der Rückgang der Eisfläche kann dem Umweltphysiker zufolge nicht mehr mit der natürlichen Variabilität von Jahr zu Jahr erklärt werden. Beobachtungen aus den vergangenen Jahren zeigen laut Heygster außerdem, dass auch die mittlere Eisdicke abnimmt.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert