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Trauriges Thema

■ betr.: „Demonstration gegen Tier versuche“, taz vom 25.4. 95

Es ist mir ein großes Bedürfnis, meine Meinung zu diesem traurigen Thema zu äußern:

Gesunde, wehrlose Mitgeschöpfe ihrer Freiheit und jeder artgerechten Lebensäußerung zu berauben, sie ein Leben lang in engen Käfigen in steriler Umwelt vegetieren zu lassen und ihnen für äußerst fragwürdige „Erkenntnisse“ unsagbare Leiden zuzufügen – das ist eines der schwersten Verbrechen, deren sich eine von Religion, Kultur und Ethik angeblich geleitete Menschheit schuldig macht! Eine solche Demonstration hätte wahrlich eine weit größere Anteilnahme und Beteiligung verdient gehabt! Oder wollen wieder alle nichts gewußt haben? Sigrid Rochel

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen