Ticker Asche-Wolke: Flugzeuge starten wieder

In München und Frankfurt dürfen Lufthansa-Maschinen wieder abheben. Die Interkontinentalmaschinen müssen auf Sicht fliegen. Auch Air-Berlin fliegt wieder.

Auch am Montag bleiben vorerst viele Flughäfen geschlossen. Bild: dpa

++17.26++ Hamburg hebt das Nachtflugverbot vorübergehend auf. Sobald der deutsche Luftraum für den Flugverkehr wieder freigegeben ist, sollen in der Hansestadt zwei Nächte lang Maschinen starten und landen dürfen. "Wir bitten die betroffenen Anwohner des Flughafens im Interesse der seit Tagen festsitzenden Fluggäste um ihr Verständnis", sagte Umweltsenatorin Anja Hajduk (GAL). In Hamburg gilt ein Nachtflugverbot zwischen 23.00 und 6.00 Uhr.

++17.25++ In Berlin-Tegel ist erstmals seit Verhängung des generellen Flugverbots wegen der Aschewolke aus Island vor drei Tagen wieder ein Flugzeug mit Passagieren gestartet. Kurz nach 17.00 Uhr hob eine Maschine der Fluggesellschaft Air Berlin in Richtung Palma de Mallorca ab. Dabei handelte es sich um einen sogenannten kontrollierten Sichtflug in niedrigerer Höhe mit Sondergenehmigung. Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung sind solche Flüge wegen der guten Wetterbedingungen derzeit möglich. Im Laufe des Tages sollten von Tegel aus noch weitere Air Berlin- Maschinen starten, darunter auch Langstreckenflüge zu den Kanaren und nach Ägypten.

++17.17++ Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) lehnt die von der Lufthansa geplanten Sichtflüge ab. "Entweder der Luftraum ist sicher oder er ist es nicht", sagte ein Sprecher in Frankfurt. Offensichtlich wolle die Regierung nicht die Verantwortung für eine Öffnung des aschebelasteten Luftraums übernehmen. Es werde wegen des wirtschaftlichen Drucks nach Wegen gesucht, das Flugverbot zu umgehen.

++17.08++ Der britische Luftraum wird am Dienstag teilweise wieder geöffnet. Von 07.00 Uhr (08.00 Uhr MESZ) dürfe über Schottland und Teile Nordenglands geflogen werden, teilte die britische Flugsicherung Nats mit. Die Lage verbessere sich "kontinuierlich". Da sich die Vulkanasche nach Süden verlagere, bestehe die Möglichkeit, dass auch Flughäfen in England und Wales - darunter auch in London - am Dienstag wieder den Betrieb aufnehmen könnten.

++16.42++ Der Ferienflieger Condor hat seine Rückholaktion für 2.500 gestrandete Passagiere geändert. Neun der zehn Maschinen werden nach Ankündigung eines Sprechers nicht wie geplant in Österreich, sondern nun doch in Deutschland landen. Das Unternehmen habe die entsprechende Genehmigung zum Sichtflug des Luftfahrtbundesamtes erhalten und werde zudem den Flugbetrieb aus Deutschland wieder aufnehmen. Eine Maschine sei bereits in Linz gelandet. Insgesamt warten etwa 20.000 Condor-Kunden auf einen Rückflug nach Deutschland. Darunter seien 8.000 auf den Kanaren, 4.000 auf Mallorca und 2.000 in der Karibik.

++16.24++ Auch Air Berlin nimmt Flugbetrieb eingeschränkt wieder auf. Erste Maschine ist in München gelandet. Auch Flüge von Palma de Mallorca nach Berlin-Tegel sind geplant.

++16.01++ Ein Testflug der Fluggesellschaft British Airways (BA) über dem gesperrten Luftraum in Großbritannien hat keine Probleme gezeigt. Die derzeitigen pauschalen Flugverbote wegen der Vulkanasche seien daher "unnötig", kritisierte der Chef der britischen Airline, Willie Walsh. Bei dem Flug habe es keinerlei Störungen gegeben. Alle vier Triebwerke der Maschine hätten normal funktioniert. Experten kritisierten die sogenannten Testflüge der Fluggesellschaften jedoch als "PR-Aktionen". "Die Leute werden in die Irre geführt", sagte Max Sukkhasantikul, Airline-Experte der Unternehmensberatung Frost & Sullivan. Die Maschinen hätten keinerlei Test-Ausrüstung an Bord und müssten sowieso an einen anderen Ort verlegt werden.

++15.54++ Nach tagelangem Stillstand beginnt die Deutsche Lufthansa wieder mit ersten Starts von Frankfurt und München. Ab 18.00 Uhr am Montag würden erste Interkontinentalmaschinen mit Passagieren abheben, unter anderem in die USA, sagte Lufthansa-Sprecher Andreas Bartels. Vereinzelt seien auch Kurzstrecken geplant. Die Maschinen würden jeweils nach Sichtflugregeln gesteuert.

++15.34++ Die Deutsche Lufthansa holt 15.000 gestrandete Passagiere nach Deutschland zurück. 50 Langstrecken-Jets würden in den nächsten Stunden in Nord- und Südamerika, Afrika und Asien starten. Sie sollen dann am Dienstagmorgen in Frankfurt, München und Düsseldorf landen, sagte Lufthansa-Sprecher Andreas Bartels.

++15.31++ NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sieht keine Gefahr für die militärische Sicherheit Europas durch die Vulkan-Aschewolke aus Island. "Ich kann Ihnen versichern, dass unsere Operationen von dem Vulkanausbruch nicht beeinträchtigt werden und auch unsere Verteidigung des Bündnisgebietes nicht beeinträchtigt ist", sagte er in Brüssel

++15.24++ "Wir wissen schlicht und einfach nicht, ab welchem Punkt die Konzentration der Aschewolke hoch genug ist, um eine Gefahr für die Flugzeugtriebwerke darzustellen. Dazu fehlen uns die Daten", sagte der für Verkehr zuständige Generaldirektor in der EU-Kommission, Matthias Ruete, auf die Frage, wie intensiv die Wolke sein muss, um ein Sicherheitsrisiko darzustellen.

++15.18++ Die Rufe der Airlines nach Schadensersatz sind von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) entschieden zurückgewiesen worden: Allen seien die geltenden internationalen Regeln bei Vulkanausbrüchen seit Jahren bekannt, keine Gesellschaft habe bisher dagegen aufbegehrt. "Deswegen ist es schon etwas absonderlich, dass sie jetzt aufwachen und sagen, das sei alles nicht richtig", sagte Ramsauer.

++15.17++ Zur Lösung des Flugchaos in Europa hat die EU-Kommission drei Alternativen ins Gespräch gebracht. Der für Verkehr zuständige Generaldirektor in der Kommission, Matthias Ruete, nannte vor folgende Optionen, die auch kombiniert werden könnten:

NEUORDNUNG: Die bisher vorgeschriebenen Routen im europäischen Luftraum werden außer Kraft gesetzt und komplett neu geordnet. Die Flugzeuge könnten so auf neuen Wegen, die die Aschewolke meiden, von A nach B gelangen.

US-MODELL: Es wäre den jeweils zuständigen Fluglotsen überlassen, die Gefahr der Aschewolke einzuschätzen und entsprechende Warnungen herauszugeben - so wie etwa bei Gewitter. Es wäre also keine nationale Frage mehr, bei der die Entscheidung immer gleich große Gebiete beeinflusst.

EU-VERBOTSZONE: Die europäischen Länder müssten sich in einer gemeinsamen Entscheidung auf eine Sicherheitszone einigen, in der nicht geflogen werden darf. Dann würde zumindest verhindert, dass die Sperrung einzelner Staaten alle anderen blockiert.

++15.14++Wegen des fast europaweiten Flugverbotes sind in der UN- und Konferenzstadt Genf zahlreiche Veranstaltungen, darunter die diesjährige Erfindermesse, gefährdet. Da der Luftraum über der Schweiz geschlossen ist bleibt fraglich, ob der Großteil der ausländische Aussteller bis zum Eröffnungstag am Mittwoch anreisen kann. Ursprünglich wurden 800 Aussteller und 70.000 Besucher zu der der fünftägigen Messe erwartet. Von der Flugsperre betroffen sind auch die Vereinten Nationen. Am Sitz in Genf wurden zahlreiche Treffen abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben. Dazu gehört etwa die für Mittwoch geplante Sondersitzung der UN-Abrüstungskonferenz zum START-Vertrag mit den Chefunterhändlern Russlands und der USA.

++15.10++ Alle dänischen Flugplätze bleiben mindestens bis Dienstagmorgen 08.00 Uhr gesperrt. Die Luftfahrtbehörde teilte die Verlängerung der Sperrung in Kopenhagen mit. Weiter hieß es, dass Flüge durch den Luftraum des skandinavischen Landes in mindestens 11 000 Metern Höhe wie seit Sonntag gestattet würden.

++14.58++ Die Aschewolke aus Island ist nach Beobachtungen von Forschern löchrig. "Wir können mittlerweile sagen, dass es Zeiträume gibt, die kritischer sind und solche, wo die Luft rein ist", stellte der Jülicher Atmosphärenforscher Cornelius Schiller fest. Die Wissenschaftler messen die Wolke mit einem Laserscanning-System zur optischen Erfassung von Partikeln in der Atmosphäre – Lidar genannt. Die Wolke sei eindeutig erkennbar in einer Höhe von 7,5 bis 10 Kilometern. Damit sei der für den innereuropäischen Flugverkehr wichtigste Höhenbereich "zunächst einmal potenziell belastet".

++14.53++ Nach Ansicht des Atmosphärenforschers Joachim Curtius von der Universität Frankfurt am Main ist ein Verbot des Flugverkehrs aufgrund der Vulkanasche derzeit grundsätzlich gerechtfertigt. Er schlug zugleich vor, Flugzeuge auch längerfristig mit Messgeräten zur Kontrolle der Staubpartikel auszurüsten. "Tückisch an dem Vulkanstaub ist, dass er sich zwar mit zunehmender Ausbreitung verdünnt, aber örtlich durchaus noch dicht genug sein kann, um in den Triebwerken Schaden anzurichten", erklärte Curtius. Ein Partikel-Messgerät könnte Piloten warnen, so dass sie beispielsweise die Flughöhe ändern könnten.

++14.42++ Wer wegen der Aschewolke festsitzt und deshalb nicht zur Arbeit kann, muss nicht mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen. Die Lähmung des Flugverkehrs nach dem Vulkanausbruch sei ein Fall höherer Gewalt, sagte der Fachanwalt für Arbeitsrecht Uwe Lange im MDR. "Da kann der Arbeitgeber auch keine Konsequenzen sanktionieren." Betroffenen Arbeitnehmern empfahl Lange, ihren Arbeitgeber so schnell wie möglich zu informieren, notfalls vom Flughafen aus. Allerdings müssten sie trotzdem damit rechnen, Urlaub oder Geld gekürzt zu bekommen. Das Gesetz sehe zwar bei einer vorübergehenden kurzzeitigen Verhinderung vor, dass der Arbeitnehmer einen Anspruch auf Lohnfortzahlung habe. "Das ist aber hier wohl nicht der Fall." Der Arbeitnehmer müsse sich die Tage anrechnen lassen.

++14.42++ Das Flugverbot über Europa ist auf Grundlage ungesicherter mathematischer Modelle verhängt worden, wie ein Experte der EU-Kommission eingeräumt hat. "Die wissenschaftlichen Vermutungen sind in gewissen Bereichen wie eine Black Box", sagte Matthias Rüther, Generaldirektor für Mobilität und Verkehr. "Wir wissen nicht, wie dicht eine Wolke sein muss, um Flugzeugmotoren zu beeinträchtigen." Rüther betonte, beispielsweise in den USA wären es nicht die Behörden sondern die Airlines, die entscheiden würden, ob geflogen werde oder nicht. "Aber das US-Modell ist kein Modell mit geringerer Sicherheit."

++14.14++ Der FC Fulham hat unabhängig von der Entscheidung der UEFA einen Notfallplan für die Anreise zum Europa-League- Halbfinale beim Hamburger SV parat. "Das Spiel findet wie vorgesehen statt", teilten die Londoner auf ihrer Internetseite mit. Man habe einen "Alternativplan", um pünktlich zur Partie in der Hansestadt am Donnerstag (21.05 Uhr) einzutreffen. Auch für die etwa 2.500 Fans, die ihr Team unterstützen wollen, arbeite man an einer Reiseroute. Die UEFA will noch am Montag über das Semifinale entscheiden, dessen Austragung wegen der Sperrung des Luftraums gefährdet ist.

++14.13++ Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat Kritik an einer zu späten Bereitstellung des Messflugzeugs zur Erkundung der Vulkanasche im Luftraum zurückgewiesen. DLR-Chef Johann-Dietrich Wörner wies darauf hin, dass seine Einrichtung keine spezielle Maschine für derartige Untersuchungen bereithalte und das Flugzeug erst eigens dafür umgerüstet werden musste. "Wir haben am Freitag aus eigener Initiative ohne Anfrage von außen angefangen, das Flugzeug für die Messung der Vulkanasche herzurichten. Das dauert etwas, weil man die richtigen Geräte einbauen muss", so Wörner.

++14.08++ Trotz einer generellen Sperrung des deutschen Luftraums wegen der Aschewolke aus Island fliegt Air Berlin Passagiere aus Palma de Mallorca nach München zurück. Wie die zweitgrößte Fluggesellschaft mitteilte, sei die Maschine mit rund 170 Passagieren von der Baleareninsel gestartet und werde gegen 15.45 Uhr in München erwartet. Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung handelt es sich dabei um einen kontrollierten Sichtflug, für den eine Ausnahmegenehmigung erteilt worden war. Auch Der Ferienflieger Condor fliegt derzeit gestrandete Urlauber aus Mallorca, Kenia und der Karibik zurück, allerdings nach Österreich.

++14.00++ Die Verkehrsminister der 27 EU-Staaten beraten am Nachmittag über das Chaos im Flugverkehr infolge der Vulkanasche. In einer Telefonkonferenz werde man gemeinsam mit Experten der europäischen Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol überlegen, ob in Europa wieder Flüge aufgenommen werden könnten oder ob die Sperren weiter gelten. "Dies wird die zentrale Frage sein", sagte EU-Verkehrskommissar Siim Kallas.

++13.59++ Wegen der weitgehenden Sperrung des europäischen Luftraums und der damit verbundenen Flugausfälle fordern europäische Fluglinien jetzt eine finanzielle Entschädigung von der EU und den einzelnen Regierung. Das erklärte der Chef von British Airways, Willie Walsh. Er sprach von einer außergewöhnlichen Situation. Für die Forderung gebe es einen Präzedenzfall, fügte er hinzu. Nach der Sperrung des US-Luftraums infolge der Terroranschläge vom 11. September 2001 seien die Fluggesellschaften ebenfalls entschädigt worden.

++13.53++ Die Flughäfen in Südeuropa bieten nach Ansicht des Logistikverbandes (BGL) nur geringe Ausweichmöglichkeiten für den wegen Vulkanasche gesperrten Luftraum in Mitteleuropa. "Mailand könnte nie im Leben München, Frankfurt und vielleicht noch Rotterdam ersetzen", sagte der Präsident des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), Karlheinz Schmidt, in Frankfurt. Die Abfertigungskapazitäten etwa in Mailand, Rom oder Madrid sei viel zu klein, so dass bei einer Verlagerung der Frachtströme provisorische Lösungen gefunden werden müssten.

++13.02++ Ein NATO-Kampfjet vom Typ F-16 ist am Wochenende bei einem Testflug über Europa von Vulkanasche beschädigt worden. Die Maschine landete mit Glas im Triebwerk, berichtete ein hoher US-Beamter in Brüssel. Das Glas sei durch Vulkanasche entstanden, die in das mit hohen Temperaturen laufende Triebwerk geriet.

++12.56++ Strahlender Sonnenschein, wolkenloser Himmel und kaum Wind - die Großwetterlage verhinderte am Montag, dass sich die isländische Vulkanasche über Mitteleuropa verzieht. Im Gegenteil: Eine stabile Nordwestströmung in der Höhe bleibt nach der Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auch in den kommenden Tagen erhalten, so dass Luft aus Island weiter Richtung Zentraleuropa transportiert wird.

++12.55++ Für gestrandete ausländische Fluggäste bietet die Bundespolizei Ausnahmevisa an, damit sie die deutschen Flughäfen verlassen können. Bis Montagmorgen seien in fast 1.600 Fällen solche Visa ausgestellt worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Berlin. Eigentlich dürfen Fluggäste, die in Deutschland nur umsteigen, den Transitbereich nicht verlassen, wenn sie kein Schengen-Visum besitzen. Allein in der Transitzone des Frankfurter Flughafens harrten am Wochenende hunderte Passagiere aus. Ob die Ausnahmevisa gewährt werden, hänge auch davon ab, um welche Herkunftsländer und Ziele es gehe. Auch bei Weiterreisen mit Bussen bräuchten die Reisenden Visa.

++12.55++ Die Aschewolke hat den Start der weltgrößten Industriemesse in Hannover erschwert. Zahlreiche Aussteller mussten wegen der Flugverbote mit Bussen oder der Bahn anreisen oder konnten nur unter größten Strapazen auf das Messegelände kommen. Die Messegesellschaft setzte ein Dutzend Busse ein, um Aussteller aus mehreren Ländern heranzuholen. Aus der Türkei befanden sich 150 Unternehmer mit drei Bussen noch auf dem Weg zur Messe. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel konnte nur auf Umwegen zur Messeeröffnung am Montag kommen.

++12.52++ Die Auswirkungen der Aschewolke für den Luftverkehr sind nach Einschätzung von EU-Verkehrskommissar Siim Kallas verheerender als nach den Terroranschlägen vom 11. September. Bevor über etwaige Hilfen der Nationalstaaten für die betroffenen Airlines entschieden werden könne, müsse zunächst der entstandene Schaden beziffert werden, sagte Kallas.

++12.44++ Bei der Lufthansa Technik und Flugzeughersteller Airbus hat das Flugverbot in weiten Teilen Europas noch nicht zu Einschränkungen bei der Produktion geführt. Die Versorgung mit Ersatzteilen und Komponenten für die Produktion werde gegenwärtig noch aus der Lagerhaltung gesichert, sagten übereinstimmend Lufthansa-Technik-Sprecher Bernd Habbel und Airbus- Sprecher Tore Prang. Das werde sich allerdings ändern, wenn die Flugverbote noch länger anhalten sollten.

++12.38++ Tausende deutsche Urlauber sind nach dem Flugverbot auf einem mühsamen Heimweg. Am Montag sollten 1.300 Feriengäste von den Kanarischen Inseln nach Rom geflogen werden, teilte Reiseveranstalter TUI in Hannover mit. Von dort aus werden sie mit Bussen nach Hause gebracht. Am Morgen sind bereits rund 500 Mallorca-Urlauber in Bussen am Frankfurter Hauptbahnhof angekommen. Sie hatten eine 20-stündige Fahrt von Barcelona hinter sich, zuvor waren sie von Mallorca aus in die katalanische Stadt geflogen.

++12.31++ Die isländische Aschewolke über Europa enthält tatsächlich die für Flugzeuge gefährlichen Vulkanaerosole. Das haben Forscher der Eigenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich bei Messungen bestätig. "Wir konnten in einer Höhe zwischen vier und fünf Kilometern eine besonders hohen Anteil an Vulkanaerosolen feststellen", sagte der ETH-Professor für Atmosphärenchemie, Thomas Peter. Erstmals habe so die Höhe und Struktur der Aerosolschicht wissenschaftlich erfasst werden können.

++12.31++ Die Europäische Union erwägt Frankreich zufolge die Öffnung einzelner Flugkorridore, nicht aber des gesamten Luftraums. Es werde versucht, eine realistische Risikoanalyse zu erstellen, sagte Umweltminister Jean-Louis Borloo kurz vor einer Telefonkonferenz der EU-Verkehrsminister. Frankreich sei mehr als andere Länder willens, den wegen der Vulkan-Aschewolke aus Island behinderten Flugbetrieb wieder zu erlauben. Am Montag sollten so viele Starts und Landungen wie möglich gestattet werden, sagte Borloo.

++12.25++ Der größte deutsche Reiseveranstalter TUI hat weiter schwer mit den Folgen des Vulkanausbruchs in Island zu kämpfen. "Rund 100.000 Gäste konnten bisher noch nicht aus dem Urlaub zurückkehren", teilte der Konzern mit.

++12.20++ Brüssel eilt den notleidenden Fluggesellschaften zu Hilfe: Wegen der Millionenverluste der Airlines infolge der Asche-Wolke will die EU-Kommission staatliche Finanzspritzen für die Unternehmen erleichtern. "Wir sind bereit, ähnlich zu reagieren wie nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001", sagte EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almuni.

++12.18++ Das Bundesland Hessen hat sich offen für eine befristete Aufhebung des Nachtflugsverbots gezeigt. Alle Maßnahmen zur raschen Rückkehr zu einem regulären Flugbetrieb würden unterstützt, sagte Hessens Verkehrsminister Dieter Posch. "Deshalb werden wir mir einer äußerst flexiblen und großzügigen Genehmigung von Ausnahmen reagieren."

++12.15++ Die Deutsche Flugsicherung hat die Sperrungen des deutschen Flugraums bis Dienstag 2.00 Uhr verlängert. Die Sperrung stehe aber unter dem Vorbehalt, dass Messergebnisse nach einem geplanten Forschungsflug neue Erkenntnisse liefern, hieß es.

++11.53++ Die europäische Luftsicherheitsbehörde Eurocontrol rechnet für diesen Montag nur mit einer leichten Entspannung der chaotischen Situation im Luftverkehr. Etwa 70 Prozent der Flüge sollen im Laufe des Tages ausfallen. Demnach würden nur etwa 8.000 bis 9.000 Verbindungen der normalerweise gut 28 000 Verbindungen an einem normalen Montag zustande kommen.

++11.39++Die britische Regierung hat nach einer Krisensitzung beschlossen, durch die Aschewolke festsitzende Reisende mit Kriegsschiffen der Marine zurückzuholen. Die HMS Ocean, ein Amphibienschiff, solle noch am Montag am Ärmelkanal ankommen, teilte Premierminister Gordon Brown in London mit. Auch der Flugzeugträger HMS Ark Royal solle dorthin aufbrechen. Zusammen können die beiden Schiffe tausende Briten transportieren, die in Frankreich gestrandet sind. Ein drittes Schiff sei nach Nordspanien unterwegs, um britische Soldaten zurückzubringen, die aus Afghanistan zurückgekehrt seien, fügte Brown hinzu.

++11.32++ Mehrere hundert Chinesen haben sich in langen Schlangen am Montag in der Frankfurter Ausländerbehörde angestellt, um ihr Visum zu verlängern. "Die Visa sind ausgelaufen, weil die Chinesen wegen der Sperrung des Flughafens nicht zurückkonnten", sagte Ralph Röhr vom Ordnungsamt der Stadt. Ohne ein gültiges Visum dürften die Chinesen aber nicht ausreisen, und die Bundespolizei habe ihre Visa zunächst nur bis zum 19. April verlängert. Insgesamt wird mit rund 1.200 Chinesen gerechnet.

++11.30++Der isländische Vulkan unter dem Eyjafjalla- Gletscher ist weiter aktiv, hat aber an Kraft eingebüßt. Eine Behördensprecherin in Reykjavik sagte, die Säule mit Rauch und Asche erreiche nur noch eine Höhe von maximal drei Kilometern. Der Wind weht in südöstlicher Richtung auf Großbritannien und das südliche Skandinavien zu. Fachleute hatten seit Beginn des Ausbruchs übereinstimmend darauf hingewiesen, dass langfristige Vorhersagen über Dauer und Intensität der Vulkanaktivitäten nicht möglich sind. Der letzte Ausbruch unter dem Eyjafjalla-Gletscher 1821 dauerte mit mehreren Unterbrechungen fast zwei Jahre.

++11.17++ Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat ein besseres Messsystem für die Aschebelastung im deutschen Luftraum verlangt. "Wir waren da offensichtlich in einem Dornröschenschlaf", sagte VC-Sprecher Jörg Handwerg. Er hätte erwartet, dass sofort nach der Luftraumsperrung von Donnerstag an die Konzentration der Partikel gemessen wurde. Tatsächlich habe es aber bis Montag keine Messungen gegeben, es fehle zudem an der richtigen Ausrüstung. "Wir sind schlecht aufgestellt", sagte der Lufthansa-Pilot.

++11.14++ Die Lufthansa hält trotz der Flugausfälle durch die Aschewolke über weiten Teilen Europas an ihrer Prognose für das laufende Geschäftsjahr fest. Der Konzern strebe weiterhin ein operatives Ergebnis über dem Vorjahresniveau von 130 Millionen Euro an, sagte ein Sprecherin. Analysten hatten zuvor Zweifel angemeldet, ob das Unternehmen seine Prognose angesichts der Erlöseinbußen durch den Pilotenstreik und die Aschewolke noch halten könne.

++11.12++ Angesichts drohender Milliardenschäden für die deutsche Wirtschaft durch Flugausfälle fordert der Deutsche Industrie- und Handelskammertages (DIHK) eine befristete Aufhebung des Nachtflugverbots. "Wenn die Aschewolke weg ist, sollte das Nachtflugverbot vorübergehend fallen", sagte der DIHK-Chefvolkswirt Volker Treier. "So können angestaute Warenlieferungen zügig abgearbeitet und Touristen nach Hause geholt werden." Damit könne der volkswirtschaftliche Schaden rasch eingedämmt werden. Diesen Schaden schätzt der DIHK auf etwa eine Milliarde Euro pro Tag bei einem kompletten Flugverbot.

++11.07++ Das Flugverbot zeigt erste Auswirkungen auf die Logistik großer deutscher Industrieunternehmen. So können beim Autobauer BMW derzeit wichtige Komponenten wie Getriebe nicht in die USA transportiert werden. Zwar laufe die Produktion in allen Werken derzeit noch regulär weiter, wenn der Flugstopp aber noch zwei Tage weitergehe, könnte es kritisch werden, sagte ein BMW-Sprecher. "Im schlimmsten Fall droht ein Bandstillstand." In letzter Konsequenz könnten davon auch alle Standorte des Autobauers betroffen sein.

++11.02++ Der Luftraum über Deutschland bleibt aller Voraussicht nach weiter bis 02.00 Uhr am Dienstagmorgen gesperrt. Der Sprecher der Deutschen Flugsicherung (DFS) Axel Raab sagte, diese vorläufige Entscheidung beruhe auf den momentanen Erkenntnissen über die Aschewolke. Allerdings könne sie sich noch ändern, falls das Testflugzeug des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt neue Erkenntnisse bringen sollte. Auch eine Änderung der Wetterlage könne die Entscheidung noch einmal revidieren.

++10.56++ Der Forschungsflug zur Untersuchung der Vulkanasche-Wolke über Deutschland wird erst am Montagnachmittag von Oberpfaffenhofen bei München starten. Spätester Starttermin sei 18.00 Uhr, sagte Sprecherin Miriam Kamin vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen. Der Flug werde zwei bis drei Stunden dauern. "Die Messinstrumente werden gerade noch eingebaut." Das Forschungsflugzeug Falcon 20E soll mit Messungen in einer Höhe von 3.000 bis 10.000 Meter neue Daten zur Vulkanasche-Wolke über Deutschland liefern.

++10.51++ Die Türkei hat wegen der Aschewolke Teile des Luftraums im Norden des Landes gesperrt. Über der Region um Istanbul und der westlichen Küste des Schwarzen Meeres sei ein Flugverbot für Höhen zwischen 20 000 Fuß (6096 Meter) und 35 000 Fuß (10 668 Meter) erlassen worden, bestätigte die türkische Flughafenverwaltung DHMI. In der Türkei seien aber keine Flughäfen gesperrt. Trotzdem sitzen in Istanbul und an der Mittelmeerküste weiter viele Fluggäste fest, die nicht weiter nach Europa kommen.

++10.40++ Reisende in Hamburg setzen wegen der anhaltenden Schließung des Flughafens weiter verstärkt auf den Zug. Auch am Montag gebe es am Hamburger Hauptbahnhof ein "vermehrtes Reiseaufkommen", sagte ein Bahnsprecher. Besonders gefragt seien die Züge nach Kopenhagen, so dass hier zusätzlich Busse eingesetzt würden. Seit Freitag versucht die Bahn dem Ansturm durch verlängerte Züge, mehr Personal und ausgeweitete Service-Zeiten zu bewältigen. Neben dem Zug setzen viele gestrandete Fluggäste auch auf Taxi, Mietwagen oder Fähre. Reedereien wie TT-Line und Scandlines etwa sind in diesen Tagen so stark gefragt wie sonst nur im Hochsommer.

++10.36++ Wegen der Aschewolke aus Island ist Flensburg zum Sammelplatz für Mietwagen geworden. Viele Skandinavier haben nach den Flugausfällen ihren Leihwagen auf dem Weg nach Norden in der Grenzstadt abgegeben, da die Gebühren bei Grenzüberfahrten deutlich steigen. "Wir haben viermal so viele Autos wie normal und es kommen immer mehr", bestätigte die Hertz Autovermietung Flensburg Medienberichte. Dies treffe alle Vermieter. Die Autos werden nun wohl mit Lastwagen abtransportiert. Die Reisenden fahren entweder mit dem Zug weiter oder nehmen sich hinter der Grenze einen neuen Mietwagen.

++10.11++ Der tschechische Luftraum ist für wieder für Überflüge freigegeben worden. Ab einer Höhe von 7.450 Metern seien Flüge seit Montagmorgen gestattet, teilte die nationale Flugaufsicht in Prag mit. Die tschechischen Flughäfen blieben unterdessen wegen der Vulkanaschewolken aus Island mindestens bis zum Mittag geschlossen. Seit Freitag können dort keine regulären Flüge mehr bedient werden.

++10.07++ Das Flugverbot wegen der Vulkanasche ist in Großbritannien erneut verlängert worden. Der Flugraum bleibe mindestens bis Dienstag um 01.00 Uhr (02.00 Uhr MESZ) geschlossen, teilte die nationale Flugsicherung Nats mit. Zuvor galt die Sperre bis Montag um 19.00 Uhr.

++10.03++ Die Aschewolke aus Island könnte noch am Montag Nordamerika erreichen. Die Asche werde gegen 14.00 Uhr (MESZ) im Osten Kanadas ankommen, sagte Bob Syvret vom britischen Wetterdienst. Die Wolke werde wahrscheinlich eine geringe Aschekonzentration haben, so dass Flüge weiter möglich seien. Spanien bot sich unterdessen an, für europäische Rückkehrer aus Nordamerika als Drehkreuz zu dienen. Sein Land könne Transitstation für rund 70.000 Briten sein, sagte Verkehrsminister José Blanco im Radiosender RNE. Ein ähnliches Angebot werde auch Reisenden aus Deutschland und Frankreich gemacht.

++10.03++ Alle spanischen Flughäfen waren am Montag wieder geöffnet, nachdem am Sonntag einige Airports im Norden und Osten vorübergehend dicht waren. Er könne nicht ausschließen, dass der ein oder andere Flughafen noch einmal geschlossen werden müsse, fügte Verkehrsminister José Blanco hinzu.

++10.01++ In Norditalien ist der Luftraum am Montag nach zwei Stunden wieder geschlossen worden. Zunächst hatte das italienische Amt für Flugsicherheit (ENAC) entschieden, von 7.00 Uhr an Starts und Landungen erneut zuzulassen. "Die jüngsten Wettervorhersagen zwingen uns nun aber, den Luftraum wieder zu schließen", sagte ENAC-Präsident Vito Riggio. Dies soll zunächst bis Montagabend 20.00 Uhr gelten. Zu betroffenen Flughäfen gehören Mailand, Turin und Genua.

++9.58++ Die europäischen Fluggesellschaften fliegen wegen der Vulkanaschekrise finanziell in gefährliche Turbulenzen. Jeden Tag gingen rund 150 Mio Euro Einnahmen verloren, sagte Giovanni Bisignani, Präsident des Luftfahrtverbandes IATA in Paris. "Besonders gefährdet sind kleine Fluggesellschaften mit Problemen bei der Liquidität". Die Schätzung sei dabei sehr konservativ, sagte Bisignani. Dazu kämen noch Ausgaben zur Entschädigung von Passagieren, für Treibstoff zur Verlegung leerer Flugzeuge, Telefonate und anders.

++9.28++ In Nordeuropa sind die Flugverbote am Montag deutlich gelockert worden. Nach der Öffnung des jeweils fast kompletten Luftraumes in Norwegen und Schweden hat jetzt Finnlands Luftfahrtbehörde die Flughäfen Tampere und Turku bis zum Nachmittag für Starts und Landungen freigegeben. Ebenfalls bis auf weiteres ist der internationale Flugplatz Stockholm Arlanda wieder in Betrieb. Vom Osloer sind vorerst nur Starts und Landungen im innernorwegischen Verkehr erlaubt.

Aus Helsinki hieß es, dass in Finnland weitere Flugplätze im Tagesverlauf die Genehmigung zu Starts und Landungen bekommen könnten. Allerdings bleibt mit Helsinkia Vantaa die wichtigste internationale Verbindung von und nach Finnland weiter geschlossen. Im südlicher gelegenen Dänemark sind von Montagmorgen an Flüge in großer Höhe erlaubt. Starts und Landungen auf allen heimischen Flughäfen bleiben aber bis zum Abend 18.00 Uhr komplett untersagt.

++8.55++ Den weltgrößten Reiseveranstalter Tui Travel haben die Flugausfälle wegen der Vulkanasche aus Island bereits einen zweistelligen Millionenbetrag gekostet. Die täglichen Kosten für das Unternehmen beliefen sich auf 5,7 bis 6,8 Mio Euro. Bis Sonntagabend summierten sie sich auf mehr als 20 Millionen Euro. Schätzungsweise 100.000 Kunden säßen an ihren Urlaubszielen fest, teilte die Tochter des deutschen Tui-Konzerns in London mit.

++8.54++ Das Flugverbot über Großbritannien bleibt nach Angaben der Flugsicherung noch bis Montagabend um 19.00 Uhr (20.00 MESZ) bestehen. Der Reiseverband Abta geht davon aus, dass derzeit 150 000 Briten im Ausland festsitzen. Möglicherweise soll jetzt die britische Marine eingesetzt werden, um gestrandete Briten im Ausland nach Hause zu bringen. Derzeit werde geprüft, welche Kapazitäten die Royal Navy habe und welche Häfen benutzt werden könnten, sagte der britische Sicherheits-Staatssekretär Alan West. Die Marine habe eine "angemessene Kapazität, um Menschen mitzunehmen". Auch der Transport mit Handelsschiffen würde in Erwägung gezogen. .

++8.37++ Der Verkehrsausschuss des Bundestages kommt am Dienstag zu einer Sondersitzung wegen des europaweiten Flugverbots zusammen. "Wir werden dann zunächst mal abklären, welches Risiko noch da ist. Wir werden in jedem Fall im Zweifel für die Sicherheit entscheiden", sagte der Vorsitzende des Gremiums, Winfried Hermann (Bündnis 90/Grüne). Hermann stellte sich hinter Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). "Ich stehe absolut hinter dem Verkehrsminister: Sicherheit vor wirtschaftlichen Interessen."

++8.30++ Die deutschen Flughäfen bleiben wegen der Vulkanasche aus Island am Montag bis mindestens 20.00 Uhr geschlossen. Dies teilte die Deutsche Flugsicherung in Langen mit. Grund für diese Entscheidung seien die Wetterprognosen des "Volcanic Ash Advisory Centre" (VAAC) in London. Das VAAC aktualisiert seine Prognose alle sechs Stunden und leitet sie an die nationalen Wetterdienste weiter. Ursprünglich sollte das Flugverbot bis Montag um 14.00 Uhr gelten. Gegen Mittag soll erneut über die Lage beraten werden. Dann wird mit neuen Informationen gerechnet.

++8.15++ Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines hat am Montagmorgen nach der Öffnung des Luftraumes in Österreich den Flugverkehr wieder aufgenommen. Von einem regulären Betrieb sei man aber weit entfernt, sagt Sprecher Martin Hehemann. "Wir fliegen teilweise nach Süden, teilweise nach Osten", sagte er. Flüge nach dem Norden blieben gestrichen. So ist der deutsche Luftraum bis 20.00 Uhr geschlossen.

++7.45++ Die gesperrten Flughäfen

DEUTSCHLAND - Luftraum mindestens bis Montag 20.00 Uhr gesperrt

ÖSTERREICH - Luftraum seit Montag 06.00 Uhr wieder offen

SCHWEIZ - Fluglinie Swiss hat alle europäischen Flüge von und in die Schweiz bis Montag 20.00 Uhr gestrichen sowie alle Interkontinentalflüge für den gesamten Tag.

BELGIEN - alle Flüge von Brussels Airlines bis Montag gestrichen

DÄNEMARK - Luftraum bis Montag 14.00 Uhr gesperrt

ESTLAND - Luftraum bis Montag 14.00 Uhr gesperrt

FINNLAND - Luftraum mindestens bis Montag 17.00 Uhr gesperrt

FRANKREICH - Einige Flughäfen im Südwesten sollen mindestens bis Montag 15.00 Uhr geöffnet bleiben. Flughäfen nördlich der Linie Nizza-Bordeaux bleiben bis mindestens Dienstagmorgen geschlossen

GROSSBRITANNIEN - Luftraum bis mindestens Montag 20.00 Uhr gesperrt; British Airways hat alle Flüge am Montag gestrichen

IRLAND - Luftraum mindestens bis Montag 14.00 Uhr gesperrt; Billigflieger Ryanair hat alle nordeuropäischen Flüge bis Mittwoch 13.00 Uhr gestrichen

NIEDERLANDE - Luftraum bis mindestens Montag 14.00 Uhr gesperrt

NORWEGEN - Flughafen Oslo für Starts geöffnet, aber bislang keine Landungen

POLEN - Sechs Flughäfen einschließlich Warschau wieder geöffnet

RUSSLAND - Alle Flughäfen offen; Aeroflot fliegt über den Nordpol in die USA

SCHWEDEN - Luftraum im Norden des Landes wieder geöffnet; übriger Luftraum einschließlich Stockholm bleibt am Montag gesperrt

SPANIEN - Alle 17 am Sonntagmorgen geschlossenen Flughäfen wieder in Betrieb

TSCHECHIEN - Luftraum bis mindestens Montag 12.00 Uhr gesperrt

UNGARN - Luftraum bleibt bis mindestens 12.00 Uhr am Montag geschlossen. Einige Flüge dürfen mit Sondergenehmigung der Flugsicherung starten oder landen.

dpa/afp/apn

Einmal zahlen
.

Fehler auf taz.de entdeckt?

Wir freuen uns über eine Mail an fehlerhinweis@taz.de!

Inhaltliches Feedback?

Gerne als Leser*innenkommentar unter dem Text auf taz.de oder über das Kontaktformular.

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de

Ihren Kommentar hier eingeben