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■ StandbildGoiiiing!

„NDR-Spät-Show“, Samstag, 23 Uhr, N 3

„Götz Alsmann?“ wiederholt Herr Hanf, der gerade am Münsteraner Institut für Publizistik seinen Magister erwarb und es deshalb wissen muß, „hat der nicht diese Bingo-Bongo-Show moderiert?“ Natürlich! Die Gong- Show! Leute, die unbedarft vor die Kamera zogen, bis der verdienstvolle Ingolf Lück das per Gong-Schlag unterband. Daher kennen wir Götz Alsmann, der nun bei N 3 auftreten darf. Ein kompakter Jungmann in grauem Zwirn, mit einem derart routiniert schalkhaften Gesichtsausdruck, daß auf der Stelle der Gong ertönen müßte. Aber Fehlanzeige! Also spielt Herr Alsmann Klavier und präsentiert uns danach drei Late-Night-Scherze, die selbst den pathologischen Dauergrinser Peter Hahne in Depressionen stürzen würden. (Es geht unter anderem um die Frage, ob Boxer Henry Maske mit seinen dicken Boxhandschuhen die Telefonnummer seiner Frau wählen kann, wenn er Telefon-Sex braucht. Nun ja.) Warum greift Ingolf Lück nicht ein? Ilja Richter erscheint (kein Gong) und plaudert (kein Gong), der Zauberer Cox erscheint und zaubert einen Hundertmarkschein umher. Wieder kein Gong. Jetzt ist es offensichtlich: Es gibt überhaupt keinen Gong! Mit dieser Erkenntnis wird es unübersichtlich: Henry Maske erscheint und schlägt Alsmann mit einem Telefonbuch k.o., Kai Diekmann, der jungsche Politik-Chefredakteur von Bild, der erklärt hatte, nicht in Talk-Shows aufzutreten, umschmeichelt dazu in einem grünen Kleid die Taille der Kanzlergattin, während hinten – Teufel! – Magister Hanf aus Münster in die Kamera winkt ... Hoppla, aufgewacht. Und dabei hatte Th. Gottschalk doch gerade erklärt, bei einer Late-Night-Show „darf jedenfalls keiner einpennen!“ Martin Sonneborn

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