Schulkonsens in NRW erzielt: Ab in die Sekundarschule

In NRW wollen die rot-grüne Minderheitsregierung und die CDU-Opposition die Sekundarschule einführen. Sie hat keine gymnasiale Oberstufe. Alle anderen Schulformen bestehen weiter.

Das politische Gezerre ist vorbei, statt Gesamtschulen können Kinder künftig Sekundarschulen in NRW besuchen. Bild: ap

DÜSSELDORF dpa | In Nordrhein-Westfalen haben die rot-grüne Minderheitsregierung und die CDU-Opposition nach monatelangem Streit einen Kompromiss zur Zukunft des Schulsystems erzielt. Sie einigten sich am Dienstag sich auf die Bildung einer neuen "Sekundarschule", die die Jahrgänge 5 bis 10 umfasst und keine eigene gymnasiale Oberstufe hat.

"Wir haben für Nordrhein-Westfalen einen Schulfrieden für die nächsten zwölf Jahre geschlossen" sagte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) in Düsseldorf. Mit der CDU sei ein Konsens und echter Kompromiss geschlossen worden. Alle hätten sich bewegt und Zugeständnisse gemacht.

CDU-Landeschef Norbert Röttgen sagte: "Nordrhein-Westfalen hat jetzt einen langfristigen Schulkonsens - und das ist gut." Der Konsens sei verfassungsrechtlich abgesichert. Es gebe nun keine Gemeinschaftsschule, sondern eine Sekundarschule. NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) sagte, alle Beteiligten hätten gewonnen. Den Kommunen müssten die Schulen ermöglicht werden, die für sie die besten seien.

Neben der neuen Sekundarschule wird es in NRW künftig weiter auch Gesamtschule, Realschule, Gymnasium und Hauptschule geben. Die neue Sekundarschule muss mindestens dreizügig sein. In Jahrgang 5 und 6 wird gemeinsam gelernt. Ab der 7. Klasse kann in getrennten Bildungsgängen unterrichtet werden. Es gibt aber keine gymnasiale Oberstufe. Der Weg zum Abitur soll durch Kooperation mit der Oberstufe eines Gymnasiums oder Berufskollegs gesichert werden. Die Lehrpläne orientieren sich an denen der Gesamtschule und Realschule.

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