: Schlechte Luft in Bremen, wo soll die gute denn auch herkommen? -betr.: "Uni-Ost gebongt", taz vom 18.2.94
Betr.:“Uni-Ost gebongt“, taz vom 18.02.
Die Deputation für Stadtentwicklung hat nunmehr die Bebauung der ökologisch äußerst wertvollen Flächen von Uni-Ost beschlossen. Der Umweltsenator sprach dabei „von einem Kompromiß zwischen Ökonomie und Ökologie“ und davon, daß die Zerstörung „städtebaulich Sinn“ mache. Wir behaupten, diese Entscheidung wird der Stadt Bremen zum Schaden gereichen – in Gegenwart und Zukunft. So wird es bioklimatisch „dunkler“ werden in weiten Teilen der Stadt. Immer wieder wurde und wird an der Schraube gedreht, die unsere früher sehr guten klimatischen Verhältnisse verschlechtert.
Große klimabildende grüne Freiräume wurden (Hollerland, Mammutgebiet Universität) und werden (Kämenawiese und Uni-Ost ?) trockengelegt und massiv mit Hochbauten besetzt, und damit werden zusätzlich zu diesem empfindlichen Verlust die Frischluftschneisen in die Siedlungsräume bis hin zur Innenstadt beschnitten und blockiert. Dies bei stets schlimmerwerdenden Immissionen durch Verkehr, Industrie oder Müllverbrennung.
Ausgerechnet der reiche Atombetreiber Siemens-Konzern wird davon profitieren, der im abgelaufenen Bilanzjahr 2,1 Milliarden an Zinsen und Spekulationsgewinnen kassierte, wenn ... ja wenn nicht die Bremer Bürger bis zum 10. März durch viele Einsprüche gegen die Beseitigung der Gewässer in Uni-Ost dem einen Riegel vorschieben.
Noch ist es nicht zu spät!
Gerold Janssen, Initiative UNI-OST
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