piwik no script img

■ RechtsangriffMahnwache in Buchenwald

Weimar (epd) – Mit einer Mahnwache in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar haben am Freitag abend rund 50 Menschen gegen den rechtsextremistischen Anschlag vom vergangenen Wochenende protestiert. Zur Mahnwache hatte die Thüringer DGB-Jugend aufgerufen. Am Wochenende zuvor hatten 22 Skinheads in dem ehemaligen Konzentrationslager rechtsradikale Parolen gerufen und Fensterscheiben zerschlagen. Einer Mitarbeiterin drohten sie, sie in Brand zu stecken. Kritik am Thüringer Innenministerium äußerte die Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Christine Grabe. Als Reaktion auf den Anschlag und das Polizeiversagen würden jetzt vor allem „kleine Polizisten geopfert“, sagte Grabe. Die unzureichenden Strukturen im Innenministerium selbst würden dagegen zugedeckt.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen