: Neues aus Nursultan
Hauptstädte mit Häuptlingsnamen voll im Trend
Foto: Losangelafoto: reuters
Seit Rennrentner Niki Lauda seine Fluglinie „Laudamotion“ an die Billigheimer von Ryan-air verkauft hat, wird dort gespart. Zunächst einmal am Namen. Aus Marketing-Gründen sollen die Flieger künftig den Schriftzug „Lauda“ tragen, war gestern von dpa zu erfahren. Das ist klug gedacht: Oft tun sich die altersschwachen Maschinen der Iren etwas schwer mit der „Motion“ und bleiben lieber am Boden, da wirkt so ein beweglicher Name leicht unpassend. Ebenfalls umbenannt werden soll die Hauptstadt von Kasachstan. Bislang hieß sie „Astana“, was laut dpa in der Landessprache schlicht „Hauptstadt“ bedeutet. Nun ist dem just aus dem Amt geschiedenen Präsidenten Nursultan Nasarbajew ein irre witziger Name eingefallen: sein eigener. Und weil er auch als Ex-Präsi über gewisse Machtfülle verfügt, wurde der Vorschlag sofort angenommen. Astana heißt also demnächst Nursultan. Auch bei uns geht bald eine altgediente Führungspersönlichkeit in Rente, was um den Hauptstadtnamen „Berlin“ bangen lässt. Bedenkt man aber, dass er aus dem Protoslawischen übersetzt „Großer Hundekot“ bedeutet, versöhnt das fast mit Berlins künftigem Namen „Los Angela“.
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