Mirco Keilberth berichtet seit 2011 von den Umstürzen und den folgenden Übergangsprozessen in Nordafrika. Bis 2014 bereiste er von Tripolis aus Libyen. Zur Zeit lebt er in Tunis. Für den Arte Film "Flucht nach Europa" wurde er zusammen mit Kollegen für den Grimme Preis nominiert. Neben seiner journalistischen Arbeit organisiert der Kulturwissenschaftler aus Hamburg Fotoausstellungen zu dem Thema Migration. Im Rahmen von Konzerten und Diskussionsveranstaltungen vernetzt seine Initiative "Breaking the Ice" Künstler aus der Region, zuletzt in Kooperation mit der Boell-Stiftung im Rahmen des Black Box Libya Projektes.
Unter Gaddafi war Diktatorensohn Saif al-Islam Scharfmacher, im Chaos der Gegenwart hofften manche wieder auf ihn. Sein
Ermordung nützt Libyens Mächtigen.
Zehntausende Migranten harren in Tunesien unter katastrophalen Bedingungen in Zeltstädten aus. Der einzige Ausweg: Eine lebensgefährliche Überfahrt nach Europa.
Weniger Geflüchtete um jeden Preis: Die EU bezahlt Tunesien, um Migranten an der Überfahrt zu hindern. Menschenrechtsverletzungen sind dabei zweitrangig.
Weil sie Migranten geholfen haben, wurden fünf Aktivistinnen der der Organisation „Terre d’Asile“ in Tunesien verurteilt. Menschenrechtler haben es dort immer schwerer.
In Tunesien schließt die Regierung vorübergehend hunderte Nichtregierungsorganisationen: von unpolitischen Bürgerinitiativen bis zu oppositionellen Medien.
Die RSF-Miliz in Sudan und die LNA-Parallelregierung in Libyen arbeiten zusammen gegen ihre Regierungen. Sie haben mächtige Freunde in Moskau und Dubai.
Ein Mitarbeiter der palästinensischen Produktionsfirma PMP kam in Gaza bei einem israelischen Raketeneinschlag ums Leben. Das ZDF verurteilt den Angriff.