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Generationenprojekt „Unterstützen Sie die nächste Generation der taz“

Unabhängiger Journalismus braucht starke Stimmen. Und eine starke Gemeinschaft. Mit unserem „Generationenprojekt“ wollen wir junge Menschen zur taz bringen.

taz Genossenschaft | Seit Mitte September 2026 gehen in Frankreich Schülerinnen und Schüler auf die Straße. Begonnen hat es an Gymnasien in den Pariser Vororten mit der Kritik an fehlenden Lehrkräften, überfüllten Klassen, Schimmel, kaputten Toiletten. Inzwischen demonstrieren Hunderttausende, Studierende, Lehrkräfte und Eltern sind dazugekommen. In Belgien und Italien wehren sich auch Jugendliche gegen Kürzungen im Bildungswesen, in Spanien protestieren Zehntausende gegen Zwangsräumungen und unbezahlbare Mieten, und in Deutschland regt sich Protest gegen die Wehrpflicht. Was den Protest der Jugendlichen prägt, ist eine massive Zukunftsangst, leider auch begleitet von sinnloser Gewalt.

Wer jahrelang überhört wird, sucht sich irgendwann einen lauteren Weg. Dahinter steht der berechtigte Wunsch, endlich mitzureden.

Die taz wurde von jungen Menschen gegründet

Als am 17. April 1979 die erste tägliche Ausgabe der taz erschien, waren die meisten, die sie machten, nicht älter als Mitte zwanzig. Sie hatten in WGs und Bür­ge­r*in­nen­in­itia­ti­ven diskutiert. Sie hatten gegen Atomkraft demonstriert. Und sie waren unzufrieden mit den bestehenden Verhältnissen, dass ihre Inhalte nicht in den damals existierenden Medien sichtbar waren oder nur verzerrt dargestellt wurden. Also machten sie ihre eigene Zeitung. Ohne Verlag im Rücken, mit viel Idealismus und mit wenig Geld.

Aus dieser Not wurde eine Haltung. Wer etwas verändern will, muss mitreden können. Als die taz Anfang der Neunziger vor dem Aus stand, gründeten ihre Le­se­r*in­nen die taz Genossenschaft und retteten sie. Was damals aus der Not geboren wurde, ist heute die Garantin für journalistische und publizistische Unabhängigkeit.

Warum junge Stimmen in die taz gehören?

Die taz war nie das Projekt einer einzigen Generation. Immer wieder sind neue junge Kol­le­g*in­nen dazugekommen. Sie haben manches anders gemacht. Aber sie haben auch vieles in der Überzeugung weitergetragen, dass es sich lohnt, diese Zeitung gemeinsam mit ihren Le­se­r*in­nen zu gestalten. Und auch wenn nie alles so bleibt, wie es war, ist sich das„Projekt tageszeitung“ in ihren Grundlagen und Werten doch immer treu geblieben. Jede Generation verändert die taz. Genau deshalb gibt es sie noch. Die Frage ist nicht, ob die taz jung bleibt. Die Frage ist, wer sie morgen macht, liest und trägt.

Zeichnung einer Schriftrolle mit der Aufschrift „GENERATIONENVERTRAG“ und zwei tazzen-Abdrücken in unterschiedlicher Größe als Symbol für verschiedene Generationen.

Das Generationenprojekt der taz Genossenschaft

Wie funktioniert es?

Wir wollen den Eigentümer*innenkreis der taz Genossenschaft verjüngen. Aus dem Generationenfonds werden Genossenschaftsanteile für Menschen unter 25 Jahren bezahlt, die sich einen Anteil (noch) nicht leisten können. Die Anteilsempfänger*innen dürfen die Mitgliedschaft bis zu ihrem Ausscheiden aus der Genossenschaft nutzen. Danach verbleibt die Einzahlung bei der taz. So bilden wir weiter Rücklagen für junge neue Mitglieder.

Was wir bisher erreicht haben

Auf unsere Aufrufe haben sich über 700 junge Menschen gemeldet. Wir konnten schon über 412 davon mit einem Anteil von 500 Euro ausstatten. Es wurden also schon über 206.000 Euro in den Generationenfonds eingezahlt. Sie können helfen, noch mehr junge Menschen mit einem Anteil auszustatten.

Wie kann ich unterstützen?

Jede*r Leser*in kann sich hier an dem Generationen­projekt beteiligen.

Alternativ können Sie Beträge ab 50 Euro können Sie auf folgendes Konto einzahlen:

Taz Verlags- und Vertriebs GmbH IBAN DE92430609670100700100 · BIC GENODEM1GLSVerwendungszweck „Generationenprojekt“

Wir wissen aus unserer eigenen Geschichte, wie wichtig der Wunsch nach Teilhabe und Gestaltungsmöglichkeiten sind. Und wir wissen, was geschieht, wenn er kein Gehör findet. Wer sich dauerhaft übergangen fühlt, wendet sich ab. Von Medien, von Parteien und sogar manchmal von der Demokratie selbst. Die Autoritären warten genau darauf.

Eine freie Presse darf nicht nur über junge Menschen berichten. Sie muss ein Ort sein, an dem junge Menschen selbst schreiben, streiten und gestalten dürfen. Sie brauchen auch einen Platz in der taz Genossenschaft, eine Stimme in der Versammlung der Ei­gen­tü­me­r*in­nen und ein Gefühl, diese Zeitung gehört auch mir. Wer jung ist, sieht manches früher, schärfer, ungeduldiger. Diese Ungeduld brauchen wir auch als taz.

Doch 500 Euro für einen Genossenschaftsanteil sind für Schüler*innen, Auszubildende und Studierende viel Geld, gerade jetzt, wo Mieten und Preise steigen und alles immer teurer wird. Deshalb wenden wir uns heute an Sie.

Beteiligen Sie sich an unserem Generationenprojekt

Geben Sie einen Anteil für die nächste Generation. Mit unserem Generationenprojekt ermöglichen Sie einem jungen Menschen die Mitgliedschaft in der taz Genossenschaft. 500 Euro sind ein ganzer Anteil und damit eine ganze Stimme. Deshalb bitten wir heute unsere Le­se­r*in­nen, sich mit Beträgen ab 50 Euro an unserem Genera­tio­nen­fonds zu beteiligen. Wir bündeln die Beträge zu jeweils 500 Euro für einen Genossenschaftsanteil und sorgen dafür, dass Ihr Beitrag dort ankommt, wo er gebraucht wird. Bei jungen Menschen, die mitgestalten wollen, die es sich aber aus eigener Kraft noch nicht leisten können, taz Genossenschaftsmitglied zu werden.

Wir kehren damit zurück zu den Anfängen der taz. Die Grün­de­r*in­nen der taz waren jung und hatten kein Geld. Aber sie hatten viel Idealismus. Und es gab vor allem Menschen, die an die taz geglaubt und ihr finanzielle Unterstützung gegeben haben. Deshalb für die nächste Generation, beteiligen Sie sich an unserem Generationenprojekt. Sie machen einen Unterschied.

Ermöglichen Sie, dass wir der jungen ­Generation eine Stimme geben.