Generationenprojekt : Weiter geht es nur, wenn wir es weitergeben
Unabhängiger Journalismus braucht starke Stimmen – und eine starke, generationenübergreifende Community. Mit unserem „Generationenprojekt“ wollen wir mehr junge Menschen zur taz bringen.

Wir sind stärker, wenn wir mehr sind. Sich daran zu erinnern, ist vor allem in Zeiten eines weltweiten Rechtsrucks, wachsender Gefahr durch Medienmacht in den Händen weniger und ein zunehmender Einfluss von Milliardären auf den öffentlichen Diskurs wichtig, denn dadurch wird auch unabhängige Berichterstattung bedroht.
Seit über 30 Jahren ist die Genossenschaft ein gelebtes Gegenmodell zu diesen Entwicklungen: kein großer Konzern, keine Investor*innen – sondern Menschen wie Sie und ich, die sich bewusst für kritischen, wertebasierten Journalismus entscheiden und für ein demokratisches Miteinander aufstehen. Mitglied der taz Genossenschaft zu sein bedeutet, Teil einer Gemeinschaft zu sein, die die Medienvielfalt bewahrt und ein Bollwerk gegen Rechtsextremismus und Monopolisierung bildet. Denn je mehr Menschen die Genossenschaft unterstützen, desto bessere Arbeit kann die taz leisten.
Darin liegt für uns ein klarer Auftrag: Wir müssen unsere Strukturen stärken und uns zukunftsfähig aufstellen. Dafür initiieren wir das „Generationenprojekt“. Langfristiger Erfolg erfordert nicht nur finanzielle Stabilität, sondern auch eine lebendige Gemeinschaft. Um unseren unabhängigen Journalismus zu sichern, brauchen wir jetzt einen Generationenvertrag – um langjährige Unterstützende zu halten und gleichzeitig neue, junge Menschen für eine genossenschaftliche Idee zu gewinnen.
Die taz ist und war schon immer ein Projekt von vielen Generationen. Sie hat es geschafft, Leser*innen von 18 bis 96 Jahren zu gewinnen, die den Journalismus aus einer linken Perspektive schätzen. Daran wollen wir anknüpfen. Das Durchschnittsalter der taz-Genoss*innen liegt aktuell bei 70 Jahren. Unser Ziel ist es, verstärkt junge Menschen als Mitglieder, als Miteigentümer*innen zu gewinnen. Das würde die taz-Genossenschaft in vielfältiger Weise bereichern und uns die Perspektive geben, für die Zukunft relevant zu bleiben. Wie also können wir junge Menschen für die taz begeistern?
Wir wollen in diesem Jahr unser 25.000 Mitglied begrüßen und setzen einen besonderen Fokus auf junge Menschen: 250 unserer neuen Mitglieder sollen 2025 unter 25 Jahren sein. Damit uns das gelingt, sind wir auf die Unterstützung der bestehenden Mitglieder angewiesen. Denn wir wissen: viel zu oft scheitert ein Engagement an der finanziellen Situation von jungen Menschen, nicht am Mitgestaltungswillen. Daher ist unsere Idee: Wir richten einen Generationsfonds ein, der es interessierten Menschen unter 25 Jahren ermöglicht, ohne finanzielle Hürde Genossenschafts-Mitglied zu werden. Bestehende Genoss*innen zahlen in unseren Generationsfonds ein. Junge Menschen können sich bei uns auf einen Fond-Anteil bewerben. Um darauf aufmerksam zu machen, wollen wir auf Social-Media präsent sein. Denn wir müssen die jüngeren Generationen dort erreichen, wo sie sich aufhalten.
An die Vergabe eines Genossenschaftsanteils aus dem Generationsfonds sind mehrere Bedingungen geknüpft: Die Bewerber*innen müssen unter 25 Jahre alt sein, in Deutschland leben und sich aktiv an der Mitgliederversammlung teilnehmen.
Unser „Generationenprojekt“ ist mehr als eine Mitgliederkampagne. Es ist ein Zeichen für generationsübergreifende Verantwortung. Die Stärkung der taz Genossenschaft bietet nicht nur finanzielle Stabilität, sondern ein lebendiges Netzwerk mit Ideen und Kraft für eine progressive Gesellschaft. Jetzt ist der Moment, in die Zukunft zu investieren und an einer starken, widerstandsfähigen Gemeinschaft zu bauen. Eine Gemeinschaft, die Journalismus nicht nur konsumiert, sondern als Miteigentümer*innen aktiv mitträgt. Helfen Sie mit, seien Sie dabei, denn weiter geht's nur, wenn wir es weitergeben.
Alle Informationen finden Sie auf taz.de/generationenprojekt