■ Fristlose Kündigung bei Versammlung: Fleisch-Moksel droht Thüringer Belegschaft
Rudolstadt (dpa) – Der bayerische Fleischkonzern Moksel hat der Belegschaft seiner ostthüringischen Tochter mit fristloser Kündigung gedroht. Wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuß- Gaststätten (NGG) erklärte, wurde dies am Freitag dem Betriebsrat der Ostthüringer Fleisch- und Wurstwaren GmbH in Rudolstadt mitgeteilt. Die fristlose Kündigung werde ausgesprochen, falls die 112 Beschäftigten heute eine Betriebsversammlung abhalten. Hintergrund des Konflikts ist die Absicht der Moksel AG, das Unternehmen frühestens Ende Dezember, spätestens aber Ende März 1999 zu schließen. Den 112 Mitarbeitern war bereits fristgemäß gekündigt worden. Ein Sozialplan sieht Leistungen von rund 1,4 Millionen Mark vor. Die Belegschaft hatte am Freitag die Betriebsversammlung vertagt, weil niemand von der Betriebsleitung erschienen war. Die NGG will nun prüfen, ob sie gegen die Konzernleitung einen Strafantrag wegen Behinderung der Betriebstätigkeit oder Nötigung stellt.
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