FDP und CSU einig: Koalition in Bayern steht
CSU und FDP einigen sich: Die Liberalen bekommen das Wirtschafts- und das Wissenschaftsministerium. Den BayernLB-Vorstand Kemmer aber kriegen die Koalitionäre nicht geschasst.
MÜNCHEN afp/ap/dpa CSU und FDP haben sich auf die Bildung einer schwarz-gelben Koalition in Bayern geeinigt. Die Verhandlungsdelegationen um den künftigen CSU-Chef Horst Seehofer und Bayerns FDP-Chefin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger räumten am Freitag die letzten Streitpunkte aus dem Weg, wie ein CSU-Sprecher am Abend in München sagte.
Die FDP bekommt in der neuen Koalitionsregierung nach Angaben aus Verhandlungskreisen das Wirtschafts- und das Wissenschaftsministerium. Außerdem erhalten die Liberalen demnach den Posten des Wirtschaftsstaatssekretärs.
Am Samstag soll nun ein CSU-Parteitag den Koalitionsvertrag verabschieden, am Sonntag ein FDP-Parteitag. Am Montag soll Seehofer vom Landtag zum neuen bayerischen Ministerpräsidenten gewählt werden. Das Gerangel um personelle Konsequenzen bei der Bayerischen Landesbank verzögerte den Abschluss der Verhandlungen.
Der BayernLB-Vorstand unter Führung von Michael Kemmer bleibt aber trotz massiver Kritik im Amt. Seehofer, der auf Konsequenzen gedrängt hatte, konnte sich nicht gegen die Sparkassen des Freistaates durchsetzen.
Die CSU hatte Kemmer für die zögerliche Information über die notwendige Kapitalspritze von 6,4 Milliarden Euro für die Landesbank verantwortlich gemacht. Auch FDP-Landeschefin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hatte auf eine Ablösung von Kemmer gedrängt.
Vertreter des Freistaates hatten am Donnerstag sogar eine Ablösung des gesamten Vorstands ins Gespräch gebracht. Der Freistaat und die Kommunen halten jeweils 50 Prozent an der Landesbank.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen
meistkommentiert