Crashkurs per Netzvideo: Die Finanzkrise für Anfänger

Kaum jemand versteht die Finanzkrise. Es fehlt an Bildung, mäkeln Ökonomen. Zum Glück gibt es Internetvideos, die einen kleinen Crashkurs geben - und dabei auch noch witzig sind.

Hank Green als Clown-Ökonom. Bild: Screenshot youtube.com

Hank Green ist ein berühmter Geek. Für ein ganzes Jahr hat er aufgehört, seinem Bruder irgendetwas zu schreiben und kommuniziert nur noch per Video mit ihm - die vielen Menschen so gut gefielen, dass er sich im Laufe der Zeit eine kleine Netzfangemeinde aufgebaut. Aus aktuellem Anlass hat er jetzt ein Video produziert, in dem er die Finanzkrise erklärt - stark vereinfacht und absolut komisch.

Ganz allein versucht Hank Green die gesamte Subprime-Krise zu nachzuspielen. Dazu schlüpft er in die Rollen der Hauptkrisenakteure und verdeutlicht durch das Aufziehen unterschiedlicher Hüte, wen er gerade verkörpert. Alles sieht wie Improvisation aus, aber ein echtes Drehbuch gibt es offenbar trotzdem. Lustig ist, dass er so viele Kenntnisse mitbringt, obwohl er die Akteure immer als ziemlich dumm darstellt.

Die Szenerie: Ein armer Amerikaner kauft ein Hause und nimmt dafür einen billigen Kredit auf. "Es ist wie ein kostenloses Haus" sagt ihm die Hypothekenbank. Dann verkauft die Bank den schlechten Kredit weiter. "Du musst an das nächste Vierteljahr denken, nicht weiter. Wenn wir untergehen, wird das ganze Land ohnehin auch untergehen" sagt der Banker zu seinem Kollegen, um dessen schlechtes Gewissen zu beruhigen.

Doch leider verliert das Haus des armen Amerikaners seinen Wert. Der kann weder den Kredit zurückzahlen noch sein Haus verkaufen. Und so nimmt die Krise ihren Lauf. "Nur eine kleine globale Rezession“ prognostiziert der lustige Banker.

Einige Briten haben auch eine noch einfachere Beschreibung der Krise gefilmt, auch mit Hüten, um die verschiedenen Akteure der Krise darzustellen. Dank dieses Videos kann jeder sein Grundwissen über die Krise verbessern. Leider nicht besonders tiefgreifend. Denn wer wirklich mehr verstehen will, sollte dann doch anderswo recherchieren als bei Youtube.

Einmal zahlen
.

Fehler auf taz.de entdeckt?

Wir freuen uns über eine Mail an fehlerhinweis@taz.de!

Inhaltliches Feedback?

Gerne als Leser*innenkommentar unter dem Text auf taz.de oder über das Kontaktformular.

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de

Ihren Kommentar hier eingeben