■ Burundi: Putschversuch
Nairobi (dpa) – Ein Putschversuch gegen die erst wenige Wochen alte Demokratie in Burundi ist gescheitert, ohne daß auch nur ein Schuß abgegeben wurde. Der von vier hohen Militärs der bisher herrschenden Tutsi-Ethnie angeführte Putsch richtete sich gegen den neuen Präsidenten Melchior Ndadaye, der am kommenden Samstag vereidigt werden soll. Etwa 50 Soldaten besetzten in der Nacht zum Samstag strategisch wichtige Punkte in Bujumbura. Eine Abteilung zog zum Präsidentenpalast. Die Präsidentengarde weigerte sich jedoch, die Putschisten passieren zu lassen. Nach drei Stunden gaben die aufständischen Militärs auf.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen