: Betr.: Wilhelm Pieck Straße
Berlin ist um eine Touristenattraktion reicher: Seit gestern morgen ist die Wilhelm- Pieck-Straße umbenannt. Der Bezirk Mitte ließ die neuen 10.000 Mark teuren Schilder anbringen, die alten Pieck-Schilder wurden mit roten Balken durchgestrichen. Ein halbes Jahr lang sollen die beiden Schilder nebeneinander hängen, dann soll der ehemalige DDR- Ministerpräsident gänzlich aus dem Straßenbild verschwinden. Bereits im 18. Jahrhundert trug der Straßenzug zwischen Prenzlauer und Oranienburger Tor den Namen „Vor den Thoren“, später schlicht Thorstraße. Die BVV Mitte hatte im Dezember vergangenen Jahres die Umbenennung beschlossen. Nicht hinnehmen will das eine Initiative von Geschäftsleuten und Anwohnern (siehe taz vom 23. Juli), die Klage beim Verwaltungsgericht eingelegt hat.
Foto: Rolf Zöllner
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen