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Archiv-Artikel

Betr.: Markus Rasp und "taz zwei?"

Der Münchner Graphiker Markus Rasp hat die neuen Seiten kon- zipiert und die anderen Seiten von tazzwei, tazmag und dem Rest der taz überarbeitet. Er hatte be- reits im Jahr 2000 die ,,neue taz“ designt. Rasp, 42, ist Gestalter und grafischer Part der Agentur Anzinger/Wüschner/Rasp.

Herr Rasp, was ist aus der Sicht eines Grafikers das Spannende an dem jüngsten taz-Kind: taz zwei?

neu an tazzwei ist der versuch, dem thema gesellschaft, menschen, unterhaltung und kultur nicht nur einen kleinen teil, sondern genau ge- nommen mindestens ein drittel der zeitung zu widmen. spannend für mich ist der tägliche, großzügige aufmacher von tazzwei, das wird ein grafisches highlight des blatts.

Wo gehen Sie graphisch am weitesten?

die aufschlagseite von tazzwei soll ein experi- mentierfeld werden, hier werden die üblichen gestaltungsstandards gesprengt, textformen und inhalte ausgereizt. das heißt: mehr maga- zincharakter, mehr platz für typische taz-formate Und die Seite namens ,,die zweite Meinung“?

Das ist die kleinteilige fortsetzung des gedan- kens von seite 13: glossen, miniporträts, mel- dungen, kommentare, beiträge. die zweite mei- nung, der titel der seite, ist programm. Wie sehen Sie die taz nach drei Jahren?

die mischung aus groß und klein, aus pflicht und kür, aus kurzer info und tiefgang ist immer noch einmalig und gelingt in den meisten ausgaben. gut. aber die taz kann noch mehr. so verstehen sich die neuen seiten auch als animation für die redakteure, die ihnen angebotenen gefäße kreativ zu füllen. denn das ist der unique selling point der taz.