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Ausgetriebene Geister eingeladen

■ Erste Alternative Buchmesse beginnt heute in Leipzig

„Über 40 Jahre lang durften Leser nicht lesen, was sie wollten; Autoren nicht alles veröffentlichen, was sie schrieben. Viele der uns 'ausgetriebenen Geister‘ haben wir eingeladen...“ So kündigt die Initiativgruppe, die nebenstehendes Plakat verbreitet, die ERSTE ALTERNATIVE BUCHMESSE LEIPZIG an. Heute um 16 Uhr wird sie im Goliser Klubhaus eröffnet. Von morgen bis zum 14. März ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, gelesen wird jeweils um 18 und 20 Uhr.

Wer? Einige der ins Exil gegangenen Autoren. Neugegründete Verlage stellen sich mit ihren ersten Büchern oder - im Untergrund entstandenen - Zeitschriften vor. Kleinverlage aus der Bundesrepublik und der Schweiz treten mit Themen auf, die bisher bei uns minder gründlich bearbeitet wurden, wie Öko-Literatur, Dritte-Welt-Themen, Reisebücher. Alles weitere sollte, wer kann, selbst sehen, hören und erfragen.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen