: Astor rollt die Leinwand ein
Nach fast 70 Jahren wird das Premierenkino „Astor“ am Kurfürstendamm zum 15. Dezember den Betrieb einstellen. Nach einem Bericht der Berliner Morgenpost gibt der Betreiber, die Cinemaxx AG, das Traditionshaus mit rund 280 Plätzen und Rang auf, weil der Besitzer Droste Immobilien die Gebäudemiete um ein Vielfaches anhebt. Der neue Mietvertrag mit einem Bekleidungsgeschäft sei bereits unterzeichnet. Das Kino war erst 1993 von der Cinemaxx übernommen und grundlegend umgebaut worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte es 23 Jahre lang als Aufführungsort für die Retrospektive der Berlinale gedient. Am letzten Tag will der Leiter des Astor, Jürgen Friedrich, den Film „E-Mail für Dich“ zeigen, der von der Verdrängung einer kleinen Buchhandlung durch ein Kulturkaufhaus erzählt. TAZ
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen