POTSDAM Weil der Wiederaufbau der umstrittenen Garnisonkirche stockt, sollen Künstler als temporäre Nutzer in das einstige Rechenzentrum vor Ort. Die Stadt findet das gut, die Kirchenstiftung ebenso – mit Einschränkungen
POTSDAM Brandenburgs Hauptstadt boomt: Touristen lieben sie, Familien leben gern dort, die Wirtschaft wächst. Nun zeigen sich die Schattenseiten der raschen Veränderungen: Bezahlbare Wohnungen sind Mangelware, Schulen fehlen, und auch beim Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs gibt es Probleme
In Berlin ist der Protest gegen Gentrifizierung zentral, in Potsdam spielt er keine Rolle. Dort engagieren sich Linke gegen den Wiederaufbau der Garnisonkirche.
BRANDENBURG Der Bevölkerungsforscher Rainer Klingholz fordert, stark schrumpfende Orte einfach aufzugeben. Die Landesregierung will davon nichts wissen: Ein Rückzug aus der Fläche sei die falsche Konsequenz
DER PROVINZFORSCHER Kenneth Anders ist schon in den neunziger Jahren von Berlin ins Oderbruch gezogen. Seitdem beschäftigt sich der Kulturwissenschaftler mit der Zukunft der peripheren Räume in Brandenburg. Und warnt davor, dass sie ähnlich entmischt und aufgewertet werden, wie das in der Stadt geschieht. Denn auch die Investoren haben das Land entdeckt
Potsdam versucht, den Streit um den Griebnitzsee-Uferweg per Mediation zu lösen. Sonst droht Enteignung, warnen die Stadtoberen. Die Villenbesitzer lässt das kalt.
STADTENTWICKLUNG Der umstrittene Wiederaufbau kann starten: Ab 2014 soll zunächst der Turm hochgezogen werden, 2017 ist die Eröffnung geplant. Preußenfan Platzeck bleibt im Kuratorium