Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi verlangt von Europa, nicht nur das Nuklearprogramm, sondern auch die Menschenrechtssituation zu thematisieren
Im Iran werden Gefangene durch sexuelle Erniedrigung gezwungen, falsche Aussagen zu machen und außereheliche Kontakte zu gestehen. Die Journalistin Fereshteh Ghazi hat das selbst erlebt.
UNTERDRÜCKUNG Bei den Protesten gegen die Wahlfälschung im Iran sind mindestens 69 Menschen getötet worden. Viele von ihnen wurden zu Tode gefoltert, andere erschossen. Die taz zeigt die Opfer des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, die oft nicht einmal 30 Jahre alt wurden ➤ SEITE 4, 5
Gefangene müssen Toiletten sauber lecken, werden mit Teer begossen, Leichen einfach liegen gelassen: In Irans Haftanstalt Kahrisak ist die Erniedrigung Oppositioneller Alltag.
HAFTBEDINGUNGEN IM IRAN Präsidentschaftskandidat Mehdi Karrubi erhebt schwere Anschuldigungen gegenüber den Behörden. Polizeichef und Generalstaatsanwalt sprechen von Misshandlungen
Radschawi ist die Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats des Iran und die Übergangspräsidentin für die Zeit nach dem Sturz des Mullah-Regimes. Für die USA ist sie eine Terroristin.
Die bekannte Frauenrechtlerin und Journalistin Schadi Sadr ist in Teheran verhaftet worden. Ihr wird vorgeworfen, die nationale Sicherheit bedroht zu haben. Eine Freilassung ist nicht in Sicht.
Die Nachgeborenen laufen der iranischen Revolution in Scharen davon. Die Reaktionen der angeschlagenen Machthaber lassen Schlimmstes für Verschwundete und Verhaftete befürchten.