Als der „Runde Tisch Bildung“ der DDR seine Arbeit begann, war ihm keine Vision zu fern. Jetzt trafen sich die Kämpfer für unversehrte Bildungsrechte – und die böse Schulrealität interessierte nicht mehrvon CHRISTIAN FÜLLER
So sehen Irrtümer aus: Ein Bündnisgrüner und Bürgerrechtler aus Sachsen-Anhalt schreibt seine Erinnerungen an die DDR auf – und seine Landsleute finden das klasse. Worüber soll Hans-Jochen Tschiche nun schreiben? ■ Von Thomas Gerlach
■ An der Entscheidung, Joachim Gauck als Vertreter der Bürgerbewegung zu den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Mauerfalls reden zu lassen, entzündet sich Kritik. Immerhin ist Demokratie mehr als die Abwesenheit von Stasi
■ Bei einer Umfrage auf dem Alexanderplatz zeigen Passanten wenig Begeisterung für die zentrale Gedenkstunde zum Mauerfall-Jubiläum – und den Festredner Joachim Gauck: Andere hätten mehr Recht für die Bürgerrechtler zu sprechen
Die Independentszene der DDR rottete sich noch einmal zu einer Buchpräsentation im Prater zusammen: „Wir wollten immer artig sein“. Eigentlich schön, wie man den Staat damals ins Knie gefickt hat ■ Von Gunnar Leue
■ Eintagsliteratur, die sich niemand in die Schrankwand stellte, und Geschichten, die vom real existierenden Alltag weit entfernt waren: Der Cultur Gasthof Teetz mit einer Ausstellung über die Groschenheft-Kultur in der DDR
taz-Serie „Jeden Tag ein guter Grund für den Atomausstieg“: Mühlhausen in Thüringen, 1986. Acht Arbeiter des VEB Kraftverkehr waschen Lastwagen aus Kiew, Gomel oder Minsk, die auf dem Weg in die Bundesrepublik sind. 1999. Sieben Arbeiter der Brigade sind tot, der letzte gerichtlich anerkannt als erstes deutsches Opfer der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl. Nummer acht lebt: Otto Zöllner ■ Von Thomas Gerlach
■ Ost-West-Paare soll es zehn Jahre nach Mauerfall ja geben, was aber wird aus ihren Kindern? Sind das dann Wessis oder Ossis, oder wächst die erste Generation der Einheit heran? Ein Gespräch