ERINNERUNGSKULTUR Großstadt beschreiben, selbst in ihren bescheidensten Ecken, war eine Gabe des Soziologen Siegfried Kracauer. Jetzt soll der Platz, auf den er einst blickte, nach ihm und seiner Frau benannt werden
Seit 40 Jahren erprobt die Berliner Polizei Konzepte, wie sie mit gewaltsamen Situationen bei Demonstrationen umgeht. Nicht nur mit Erfolg, sagt Polizeiausbilder Harold Selowski.
Schon vor dem Mauerfall traf Westberlin 1989 auf den Osten - beim legendären Polenmarkt. Seither formen die östlichen Nachbarn die Wirtschaft der Stadt mit. Ihr Potenzial aber wird nicht ausgeschöpft.
Im hippen Szenebezirk schießen die Geschichtsprojekte zur Erinnerung an die DDR-Zeit nur so aus dem Boden. Das neuste Projekt ist das "Hörmuseum auf der Straße" mit Zeitzeugeninterviews.
Die Ausstellung "Wir Berliner" zeichnet die Geschichte der Polen in Berlin nach und zeigt: Die deutsche Hauptstadt war lange ein politisches und kulturelles Zentrum der Polen in Europa.
Die Waffe in der Hand ist das Leitmotiv seiner Existenz - alles andere gerät schnell ins Schlingern. Ein Versuch, die Ironien im Leben des Karl-Heinz Kurras hervortreten zu lassen.
HIMMELFAHRT Am 28. Mai 1987 landete der 19 Jahre alte Sportflieger Mathias Rust nahe dem Roten Platz in Moskau. Das Museum für Verkehr und Technik stellt jetzt das Originalflugzeug, eine Cessna 172, aus
Vor 80 Jahren wurde das Poststadion in Moabit eingeweiht. Das Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft fand hier statt, Max Schmeling boxte in der Arena. In den 70ern verfiel sie, auf der Tribüne wuchsen Bäume. Jetzt ist das Gelände fast fertig renoviert. Es fehlt nur ein Team, das das Stadion füllt.
DDR-AUFARBEITUNG Die Stasi führte für Josef Bachmann keine IM-Akte, sagt Marianne Birthler und weist Spekulationen zurück. Sie verteidigt die Stasiunterlagenbehörde
Die Geschichte wäre nicht anders verlaufen, wenn die Stasi-Tätigkeit die Ohnesorg-Todesschützen Kurras gleich bekannt geworden wäre, sagt der Ex-Militante "Bommi" Baumann.
Zehntausende strömen auf das stillgelegte Flughafengelände. Es sind Nostalgiker, Senioren und Familien, die auf Rosinenbomben hoffen. Doch statt Süßigkeiten gibt es linke Proteste.
Claude Lanzmann in Berlin: Dem Regisseur von „Shoah“ gelang bei den Berliner Lektionen eine sehr genaue Darstellung seines Verhältnisses zu den Deutschen
Türkische Intellektuelle bitten im Internet die Armenier um Verzeihung für die „Katastrophe“ von 1915. Unter den Armeniern in Berlin wird darüber kontrovers diskutiert – vor allem weil das Wort „Völkermord“ nicht vorkommt
Die ostdeutsche Zeitschrift "telegraph" erinnert an die Verfolgung von armen Menschen durch die Nazis in der "Aktion Arbeitsscheu". Die Autoren setzen sich dafür ein, dass für die Opfer endlich ein Gedenkort eingerichtet wird.