ATOMMÜLL Niedersachsens SPD-Spitzenkandidat Weil besucht erstmals das Erkundungsbergwerk in Gorleben. Und verlangt erneut, den Standort nicht für ein Endlager in Erwägung zu ziehen
Seit 25 Jahren organisiert die AG „Schacht Konrad“ den Widerstand gegen das geplante Endlager. In ihr arbeiten Kommunen mit Verbänden und Einzelpersonen.
ENDLAGERSUCHE Jürgen Trittin (Grüne) und Sigmar Gabriel (SPD) wollen Gorleben bei der Suche nach einem Atommülllager nicht von vornherein ausschließen. Das empört die Parteibasis in Niedersachsen
Marcos Buser will sich nicht mehr an der Standortsuche für ein Endlager in der Schweiz beteiligen. Der Atommüllexperte spricht über die „absurden Zustände“ und die Konsequenzen.
In der Endlagerfrage wenden sich AktivistInnen aus der Region um Gorleben gegen ihre einstigen Verbündeten. Die Kritik: Ihre Postion zum Verfahren sei gar nicht erfragt worden.
RÜCKHOLUNGSSTREIT Ein ehemaliger Mitarbeiter des Bundesamts für Strahlenschutz hält die Bergung der radioaktiven Abfälle für nahezu unmöglich. Noch vor wenigen Wochen verteidigte er das Vorhaben
In das bereits genehmigte nukleare Endlager fließt mehr Wasser als in die pannengeplagte Asse. Laut Experten ist das fatal für die Sicherheit in der Region.
ENDLAGER Das Bundesamt für Strahlenschutz bestätigt Wasserzuflüsse in Schacht Konrad, dort soll in Zukunft Atommüll gelagert werden. Vergleiche mit der Asse seien trotzdem nicht zutreffend
RADIOAKTIVE ABFÄLLE Im maroden Atommülllager Asse droht weicher Teer die Bohrer zu verschmieren. Erst sieben Meter ist der Bohrer in eine der Kammern vorgedrungen, bis zum Inneren sind es 20 Meter
Auf der Arktisinsel wurden reiche Vorkommen an den für die IT-Industrie wichtigen Seltenen Erden entdeckt. Allerdings entsteht beim Abbau der Metalle radioaktiver Abfall.
Auf seiner Tour durch die Atommülllager im Land erreicht Niedersachsens Umweltminister Schacht Konrad. Anders als sein Amtsvorgänger versteht er mit Protest umzugehen.
Seit der Bundesumweltminister in der Asse zu Besuch war, nimmt die Diskussion über eine Räumung an Fahrt auf. Es scheinen sogar starre Parteigrenzen zu bröckeln.
Altmaier wirkt glaubwürdig, wenn er erklärt, das Problem Asse nicht länger aussitzen zu wollen. Warme Worte allein reichen nicht aus. Jetzt muss der neue Minister liefern.