Der Pädagoge Ahmet Toprak hat sich mit Zwangsehen und häuslicher Gewalt unter türkischen Migranten beschäftigt. Er kritisiert die Verallgemeinerungen in der aktuellen Debatte. Aber ihn freut: Das Thema wird nicht mehr tabuisiert
Was bewegt eine „nichtwestliche Soziologie der nichtwestlichen Welt“? Und verbindet sie mit dem Kulturenstreit? Einblicke liefert die Zeitschrift „Current Sociology“
Selbst weltoffene Journalisten vermischen in ihrer Berichterstattung nur allzu oft das Thema Migration mit Terrorismus und innerer Sicherheit, meint der Politologe Christoph Butterwegge
Muslime kritisieren das geplante Kopftuch-Verbot für Lehrerinnen, durch das sie sich ausgegrenzt sehen. Die katholische Kirche fürchtet, dass im zweiten Schritt auch christliche Symbole aus dem Unterricht verbannt werden
Mit einem Manifest warnen zwölf Intellektuelle vor den Gefahren durch den Islamismus. Doch ihre Rede von der „totalitären Bedrohung“ führt leider in die falsche Richtung
Im Konflikt um die Mohammed-Karikaturen hält der Westen das islamische Bilderverbot für hoffnungslos rückständig – dabei ist es ursprünglich ein Instrument der Aufklärung
Der Karikaturenstreit zeigt die Entfremdung zwischen Europa und den islamischen Ländern. Entspannungspolitik ist trotz der Hardliner in Israel, den USA und im Iran nötig
Der Karikaturen-Streit zeigt: Alle Gesellschaften kennen so etwas wie ihr Heiligstes. Doch nicht alle Gefühle können vor dem Gesetz in gleicher Weise als sakrosankt gelten
Der 43-jährige Karikaturist Amr Selim, bekannt für seine regimekritischen Arbeiten, wurde vom unabhängigen Berufsverband der ägyptischen Journalisten vergangenes Jahr als bester Karikaturist des Landes ausgezeichnet
In Berlin wird es keine gewaltsamen Proteste wegen der dänischen Islam-Karikaturen geben, glauben Chaban Salih und Salah Bouabdallah vom Verein Inssan. Die deutschen Muslime suchten nach demokratischen Ausdrucksformen