■ Sieben Jahre nach der Ermordung der wichtigsten Führungskräfte der Linksopposition in El Salvador kehrten die beiden Spitzenpolitiker Guillermo Ungo und Ruben Zamora am Montag zurück / Parteiführer DAubuisson für Mord an Romuro verantwortlich gemacht
■ Im Olymp der KPCh wurde die alte Garde durch 60jährige abgelöst / Nicht alle sind Reformer /Peng als Premiernachfolger wahrscheinlichster Mann / Er leitete vor 40 Jahren das Atomprogramm der Volksrepublik und schlug 1987 die Studentenunruhen nieder
■ Der taz–Korrespondent beim großen Geld wundert sich über die lasche Sicherheitslage bei Weltwährungsfonds und Weltbank / Von der gemeinsamen Weltwährungskonferenz werden keine wegweisenden Beschüsse erwartet
■ 30 Jahre nach den Vergiftungen in der japanischen Minamata–Bucht sind die Qualen der Opfer noch allgegenwärtig / Ob der schuldige Konzern weiterzahlen oder ob die Affaire aus den Schulbüchern gestrichen werden soll, erhitzt die Gemüter
■ Die Trauermärsche für den südkoreanischen Studenten Lee Han–Yol entwickelten sich zur bislang größten Manifestation gegen die Diktatur in Südkorea / In Lees Heimatstadt Kwangju besuchten Hunderttausende das Grab des Märtyrers
■ Rückblick auf das Verfahren gegen den ehemaligen Gestapo–Chef von Lyon, Klaus Barbie, in Frankreich Die französische Presse sieht die in den Prozeß gesetzten Erwartungen erfüllt
■ Amerikas kühnstes Architekturexperiment „Arcosanti“ vereint Architektur und Ökologie / Mit mehreren tausend Helfern baut Paolo Soleri an seiner „Stadt von morgen“ / Skeptiker sagen dem Projekt ein Ende als Geister–Stadt voraus
■ Philippinen: Verspätungen bei der Auszählung und Wahlanfechtungen von rechts und links verhindern die für Freitag erwartete Proklamation der Gewinner / Protestaktionen reißen nicht ab / Feiern abgesagt, um frustrierte Opposition nicht zu reizen
■ Der Prozeß gegen Klaus Barbie in Lyon findet ohne den Angeklagten statt / Für eine sensationslüsterne Öffentlichkeit scheint die Hauptattraktivität damit verschwunden zu sein / Barbies Verteidiger Verges demonstriert Siegesgewißheit
■ Mit einer „Ausstellung des Schreckens“ will Innenminister Pasqua Frankreich vor Pornographie bewahren / Doch der mündige Bürger bleibt draußen / Nur der taz–Reporter durfte hineinlugen
■ Vierhundert britische Atomtouristen begaben sich am Tschernobyl–Wochenende auf einen Strahlen–Trip nach Sellafield / In dem ältesten Atomprojekt der Insel gab es bisher 300 Unfälle / Am Samstag gabs Kaffee und Kuchen
■ Der Vorsitzende der geheimen und einflußreichen burischen Eliteorganisation „Bruderbund“, Pieter de Lange, macht sich für Verhandlungen mit allen Bevölkerungsteilen Südafrikas stark / Der ANC soll dabei jedoch nach wie vor ausgeschlossen bleiben
■ Gespaltenes Leben im siebten Golfkriegs–Jahr / Während die Bomben fallen, bemühte sich die Teheraner Führung um Feststimmung zum Jahrestag der Revolution / Noch immer werden Jugendliche rekrutiert / Noch keine Luftschutzbunker
■ In Genua müpft die Basis gegen ihre „Vertreter“ auf / Hafenarbeiter sehen sich von ihren Vertretern hintergangen „Gewerkschaften und Kommunisten zu Paaren treiben“ / Gewerkschaftsbosse sehen Basis von Autonomen unterwandert
■ Am Samstag feierten die Schiiten im Libanon das traditionelle Ashoura–Fest. Zum Gedenken an den Todestag des Imam Hussein, der im Krieg um die Nachfolge Mohammeds ermordet wurde, üben sich die Gläubigen als Märtyrer / In Nabatieh im Südlibanon wird dabei noch echtes Blut vergossen, eine Tradition, die Ayatollah Khomeini schon lange verboten hat