Die Ausstellung „Backjumps – The Live Issue #2“ im Bethanien feiert die Vielfalt einer Straßenkunst, die sich von Sprühdose und Jugendzentrum emanzipiert hat – und auf dem langen Marsch in die Galerien ein gutes Stück vorwärts gekommen ist
Leichte Hüllen: Die Ausstellung „Shape Mission“ im Berliner Meilenwerk widmet sich italienischem Autodesign. Es geht um die Überwindung des Raums, im Vergleich mit anderen Technologien wirken die Limousinen heute trotzdem wie Dinosaurier
Zappeln und Zittern: Der Berliner Choreograf Christoph Winkler hat mit „Lazarus Signs“ in den Sophiensælen einen Abend über den geschundenen Körper, den Blues und die Auferstehung gestaltet. Das ist sperrig, aber auch schön
Das Beatles-Musical „All You Need Is Love“ im Neuköllner Estrel Festival Center ist ein bisschen einfach gestrickt und eigentlich auch nur ein Coverbandkonzert – was überzeugte ältere Fans trotzdem die Feuerzeuge zücken lässt
Geben wir uns dem Moment hin und denken nicht an Vergleiche: Dann waren The Killers im Postbahnhof einfach mitreißend gut. Und sorgten für Euphorie, obwohl sie sich körpertechnisch kaum Mühe zu geben schienen
„Textilkunst aus Litauen“ im Neuköllner Körnerpark: Junge Künstlerinnen kümmern sich strickend, häkelnd, webend und auch eine gute Portion augenzwinkernd um weibliches Traditionshandwerk. Und sagen beschwingt Adieu zum Heimchen am Herd
Das Jahr 1914 war auch in Ungarn der Startschuss ins Zeitalter der Fotografie. In der Ausstellung „Seelenverwandt. Ungarische Fotografien 1914-2003“ im Martin-Gropius-Bau sucht Fotograf Péter Nádas Gemeinsamkeiten mit den Arbeiten von Kollegen
Wo bleibt der Kontakt zu Passanten, Punks und Proleten? Mit ihrer „Rollenden Road Show“ gastiert die Volksbühne auf dem Alexanderplatz. Doch die Kollision von Kunst und Leben findet nicht statt
Überraschung: Bei einer Vorführung der jüdischen Komödie „Alles auf Zucker!“ für die Schüler der Jüdischen Oberschule wurde es zum Filmbeginn erstaunlich leise. Schade nur, dass hinterher Regisseur Dani Levy Nachhilfe gab
Ausflug in den Bundestag: Eingeladen von ihrer sozialdemokratischen Bundestagsabgeordneten spazieren Mädchen aus Lübeck durch den Reichstag, winken vorbeifahrenden Schiffen und essen vegetarisch in der schönen Kantine
Auf dem Spielplatz ist es doch am schönsten. Warum nicht einfach die lästige Lebensphase zwischen Kindheit und Alter überspringen? Ein paar Sandkastengedanken
Es gibt Städte, in denen man nicht bleiben kann, weil alles noch wie früher ist, und andere, die man gerade für das liebt, was verschwunden ist. Die Stadt- und Stadtteilbücher des Verbrecher Verlags
Spiralen, die sich nach unten drehen: Gustav Kluge malt Bilder voller gesellschaftlicher Bezüge, die auch imaginäre, psychische Landschaften zeigen. In seinem „Teamportrait Moabit“ in der Galerie Wohnmaschine setzt er sich mit Folteropfern auseinander
Nicht mal überm Klo hingen sie: Im Sage Club unterhielten sich beim „Model Business Meeting“ Frauen über ihre Frisuren und Hosen und zogen dabei die Magenknochen ein