„Im toten Winkel“ vertraut ganz auf seine Protagonistin Traudl Junge, statt auf pädagogische Warnschilder oder genretypische Distanzformeln zu setzen. Und selten gab es eine Zeitzeugin, die so scharf und eloquent zugleich über ihr Verhalten im Nationalsozialismus nachgedacht hätte
Jean-Pierre Jeunets liebevolles Filmmärchen „Die fabelhafte Welt der Amélie“ verbindet seine hypermodernen Effekte mit einem nostalgischen Gestus. Der Regisseur im Gespräch über sein künstliches Paris, den Amélie-Kult und Männersandalen
Die Welt ist nicht genug (2): An der Filmindustrie zeigt sich, dass das Gerede von der kulturellen Globalisierung eine Propagandalüge ist. Real dagegen ist der globale Kampf um Aufmerksamkeit
Kompromisslose Folklore von innen heraus: In Tony Gatlifs Spektakelfilm „Vengo“ wird der Geist des Flamenco ergründet. Goldene Kreuze blitzen aus dem Brusthaardickicht, und der Bumerang der Rache fliegt auch herum
Migration, Baby: In „Zähne zeigen“ erzählt die britische Autorin Zadie Smith von selbstgefälligen weißen Liberalen, aktuellen hybriden Einwandereridentitäten und meuternden Ururgroßvätern