Es gibt in Deutschland keinen neuen und unbeschwerten Patriotismus, findet der Schlagzeuger Gunnar Spies. Der Mastermind der Berliner Band MIA. würde sich im Fußball-Stadion auch nie in die deutsche Kurve stellen
Von der Zivilisierung des Deutschlandtrikots: Schwarz-Rot-Gold sind auch nur drei Farben, und gelegentlich fühlte sich die Fußball-WM sogar wie eine ziemlich gelungene Fortführung der Love Parade an – Nachrichten aus dem geglückten Leben während der vergangenen vier Wochen
Noch muss man sich über den Partyotismus keine Sorgen machen, aber das kann sich nach der WM schnell ändern. Zumal es nun nicht einmal mehr das allseits bewährte Nach-WM-Methadonprogramm Tour de France geben wird
Standbilder, Archivbilder, gar keine Bilder: Wer es zur Fußball-Weltmeisterschaftmit Handy-TV versucht, muss jede Menge Pioniergeist mitbringen. Ein Selbstversuch
Der Überschwang, mit dem derzeit vielerorts geflaggt wird, hat schon was von Kindern aus strengem Hause, die sich nach Jahren vernunftbegabter Mäßigung beim ersten McDonald’s-Besuch völlig überfressen
Pech für Premiere: Die Deutsche Fußball Liga setzt durch, dass die Telekom keine Bundesliga über Satellit und Kabel zeigt. Und dann heißt die erste Klasse ab Saison 2007/08 auch noch „T-Com-Liga“
Die Nationalmannschaft Brasiliens bereitet sich in einem Dorf im Kanton Luzern auf die Weltmeisterschaft vor. Tourismusverband und Vermarktungsagenturen erwarten gute Geschäfte