Es ist paradox: Obwohl die Einsamkeit und das Alleinleben immer alltäglicher werden, wird beides zunehmend stigmatisiert. Gerade der einsame Auftritt in der Öffentlichkeit wird kritisch beäugt. Dabei ist es höchste Zeit zu lernen, dass Alleinsein in Maßen der seelischen Gesundheit dient
Seit die Psychologen bei den Krankenkassen zugelassen sind, hat sich ihre Arbeitsrealität verändert: Früher kamen nur wohlhabende Patienten. Jetzt sind sie mit Sorgen aller Gesellschaftsschichten beschäftigt
Sie verfolgen, bedrohen und tyrannisieren ihre Mitmenschen: So genannte Stalker handeln meist aus enttäuschter Liebe. Erforscht wird das Phänomen der hartnäckigen Belästigung erst seit kurzem. So viel ist mittlerweile jedoch klar: Mit Liebe hat Stalking nichts mehr zu tun. Es geht um Macht über das Opfer
Gespräch mit Hans-Dieter Hermann, Sportpsychologe an der Uni Heidelberg und psychologischer Betreuer des an einem Erschöpfungssyndrom leidenden Hannoveraner Fußballprofis Jan Simak
Quo vadis, Dezisionist? Urs Stäheli versucht sich an einer Theorie des Politischen. Dazu schleust er einen poststrukturalistischen Gast in die Systemtheorie Niklas Luhmanns ein. Politik trifft in dieser Lesart Entscheidungen in unentscheidbaren Situationen
Wenn die verstörte afrikanische Mutter ihr Kind umbringen will, hilft dann die westliche Psychiatrie? Ärzte in Senegal praktizieren eine alternative Therapie, in der Gespräch und Offenheit heilen sollen ■ Aus Dakar Julius Effenberger
Als Richter und Sachverständige den Punk Peter Kirsch in die Psychiatrie schickten, ging alles ziemlich schnell. Nun wissen weder er noch sein Chefarzt, was er dort soll. Heute fragt ein Gericht erneut, ob der Mann weggeschlossen gehört ■ Von Georg Löwisch
Buddhisten, Scientologen oder die PDS kann man tolerieren, Raucher nicht. Über die neuen Kunstreligionen des Alltags, Mode und Revolte als soziale Gottesdienste ■ Von Norbert Bolz