Migrantenkinder sollen schon vor der Schule Deutsch lernen, fordert die große Koalition. Doch umsetzen kann sie ihre hehren Ziele nicht. Bildungsfragen sind Sache der Länder. Hessen plant neue „Integrationsklassen“
Grüne und Linkspartei wollen illegalen Migranten mehr Rechte geben. Unterstützung kommt von Migrationsexperten und Ärzten. Vertreter der Bundesländer sind skeptisch. Auch die Zustimmung durch den Bundestag ist nicht sicher
Die neue Integrationsministerin Maria Böhmer (CDU) geht bei der ersten Bundeskonferenz auf Distanz zu ihren Kollegen aus Ländern und Kommunen. Die Pläne des Innenministers möchte sie nicht kritisieren. Schon ihre Tagesordnungspunkte verärgern
Grünen-Fraktionschefin Künast legt heute ein Integrationskonzept vor, das einen „Neuanfang“ und Pflichten für Migranten formuliert. Grünen-Parteichefin Roth sagt, eine Wende gebe es nicht, natürlich bleiben die Grünen „Anwälte der Migranten“
Verfassungsgericht entscheidet: Erschlichene Einbürgerungen können rückgängig gemacht werden. Karlsruhe ermahnt jedoch die Politik: Es sollte Fristen geben. Außerdem fehlen Regeln, was bei Entzug der Staatsbürgerschaft mit Angehörigen passiert
Die Institution Schule benachteiligt Migrantenkinder, sagt die Soziologin Heike Diefenbach. Fehlende Sprachkenntnisse sind nicht das entscheidende Problem
Der CSU-Chef wollte Migrantenkinder mit Deutschproblemen an Förderschulen schicken. Nun protestieren Pädagogen. Kinder müssten nach ihren individuellen Bedürfnissen ausgebildet werden: „Die kann man doch nicht alle in einen Topf schmeißen“
Zweisprachige Bildungskonzepte bringen keine Vorteile in der Schule und auf dem Arbeitsmarkt, sagt eine Studie. Die Forscher fordern deshalb, Migrantenkinder müssten möglichst früh und intensiv mit der deutschen Sprache in Kontakt kommen