Bundestagsabgeordnete wollen Mauerdenkmal am Brandenburger Tor. Senat will lieber Bilder im Untergrund. Hildebrandt: Mein Mahnmal ist am besten platziert
Der Gründer des Museums am Checkpoint Charlie, Rainer Hildebrandt, soll öffentliches Geld für private Zwecke erhalten haben. Auch im Museum lief nicht alles wie nach außen hin behauptet
Gestern hätte die Hildebrandt-Mauer fallen müssen. Aber nichts geschah. Der Bezirk Mitte stellte nicht einmal eine „Beseitigungsanordnung“, auch der Gundstücksverwalter erinnert sich nicht mehr an abgelaufene Pachtverträge
Als am 9. November 1989 in Berlin die Mauer fiel, gingen zwei Welten zu Ende, die sich gar nicht so unähnlich waren. Doch was folgte dann? Für die einen war die Wende ein Verlust, für die anderen Neuanfang. Seitdem finde ich sogar Touristen toll
Mit ihrem Holzkreuzwald am Checkpoint Charlie provoziert Alexandra Hildebrandt nicht nur die offizielle Erinnerungskultur. Ihr Museum appelliert an Gefühle, wo andere Institutionen und die Politik versagen. Ein Plädoyer für couragiertes Gedenken
Museumsmitarbeiter machen eine spontane Barackenenthüllung wieder rückgängig. Und Museumsdirektorin Hildebrandt triumphiert: Vopo-Fotos sind künftig verboten – mit Unterstützung der Stadtentwicklungssenatorin
Linke Aktivisten treffen sich im Namen von Rosa Luxemburg zur einer Art Themenmesse Ost. Die USA sind dort böse, die DDR und Klassenkämpfe in Lateinamerika gut. Die Revolutionäre pflegen ordinäres Staatsdenken
Ein Gedenkort erinnert ab Samstag an den letzten Mauer-Toten. Initiiert wurde er von Michael Cramer (Grüne). Kultursenator Flierl: „Als PDS-Politiker spüre ich eine besondere Verantwortung“
Vom Nutzen der Erinnerung: In der Woche vor dem 50. Jahrestag des Volksaufstands in der DDR sieht sich jede Fraktion im Abgeordnetenhaus auf der Seite der moralischen Sieger – sogar die PDS