■ Nach Angaben des UNHCR zwingen serbische Streitkräfte 2.000 Menschen an der Grenze zur Rückkehr in das Kosovo. Bei Vitina sollen 40.000 Personen eingekesselt sein
Im Durchgangslager Fort Dix sind die ersten Kosovo-Flüchtlinge eingetroffen. Wer bleiben will, darf bleiben. Die US-Armee ist besonders sensibilisiert ■ Aus Fort Dix Peter Tautfest
Die kosovarischen Vertriebenen in Makedonien dürfen die überfüllten Flüchtlingslager nur mit Genehmigung und für ein paar Stunden verlassen. Das Wasser ist knapp, die Versorgung mit Lebensmitteln notdürftig und die Angst um im Kosovo Zurückgebliebene groß. ■ Aus Tetovo Erich Rathfelder
■ Gregor Gysi will Slobodan Milosevic mit einem Brief beeindrucken. Der PDS-Fraktionschef appelliert an den jugoslawischen Präsidenten, die Vertreibungen im Kosovo sofort zu unterbinden
■ "Es war schrecklich, das ansehen zu müssen" * Augenzeugen erzählen von Mord und Vertreibung im Kosovo. Die Organisation Human Rights Watch hat einige Berichte zusammengetragen - die taz dokumentiert
■ In Montenegro sind die Anhänger von Präsident Djukanovic verärgert, daß die Nato die abtrünnige jugoslawische Teilrepublik mit Serbien gleichsetzt und bombardiert
■ Die Nato berichtet von Luftaufnahmen, die auch offene Gräber zeigen sollen. In Albanien und Makedonien treffen wieder Tausende von Vertriebenen aus der serbischen Provinz ein
■ Von Moskau nach Belgrad nach Bonn: Der russische Premier Primakow ist derzeit der einzige, der einen dünnen Gesprächsfaden zwischen den Kriegsparteien spinnt. Die Nato verstärkt ihre Bombenangriffe auf Jugoslawien, die Vertreibung aus dem Kosovo geht ungehindert weiter
■ Die Europäische Union stellt für die Kosovo-Flüchtlinge zehn Millionen Mark zur Verfügung. Doch die Kämpfe gehen unvermindert weiter. Die US-Regierung droht erneut mit einem Angriff
■ Unter den Todesopfern der letzten Tage sollen auch zwei aus Deutschland abgeschobene Flüchtlinge sein. Bayern schiebt dennoch weiter ab. Belgrad weist „Einmischung“ der internationalen Bosnien-Kontaktgruppe zurück