Am rechten Rand in Europa: Demokratie – nein danke!

Barbara Oertel im Gespräch mit der Politikwissenschaftlerin und Genderforscherin Eszter Kováts über die Entwicklungen in Ungarn.

Manfred Weber und Viktor Orban in Budapest

Einigkeit vor der Kamera: Manfred Weber und Viktor Orbán. Foto: Szilard Koszticsak dpa MTI

Europa macht sich Sorgen und das zu Recht. Als die Europäische Union 2004 zehn neue Mitglieder aufnahm, ging damit die Hoffnung einher, diese würden die europäischen Werte verinnerlichen und zur Leitschnur ihres politischen Handelns machen. Doch vor allem in Polen und Ungarn ist das Gegenteil der Fall.

Wann: Di., 13.04.2021, 19 Uhr

Wo: youtu.be/FIuLe06OME8

Kontakt: taztalk@taz.de

Die Justiz hat ihre Unabhängigkeit verloren, Medien werden gleichgeschaltet sowie Minderheiten diskriminiert und ihrer Grundrechte beraubt. Wie konnte es dazu kommen und was sind die Gründe dafür, dass sich die Regierenden von der Demokratie abgewandt haben, ja diese sogar offensiv bekämpfen?

Eszter Kováts ist Politikwissenschaftlerin und Doktorandin an der Universität ELTE in Budapest. Einer ihrer Arbeitsschwerpunkte sind Genderfragen, zu denen sie regelmäßig wissenschaftliche Beiträge veröffentlicht. In Ungarn ist das Thema aktueller denn je. Erst im vergangenen Jahr hat die Fidesz-Regierung von Viktor Orbán neue Gesetze auf den Weg gebracht, um Homosexuelle und Transmenschen noch stärker als bisher unter Druck zu setzen.

Das Gespräch wird moderiert von Barbara Oertel. Sie ist seit 2011 eine der beiden Auslandschef*innen der taz und für Osteuropa sowie den Balkan zuständig. Im Herbst 2018 war sie eine Woche lang in Budapest, um sich dort ein Bild von der Medienlandschaft zu machen.

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