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■ Am RandeKinderkommission: Gewaltfreie Nächte

Bonn (epd) – Die Kinderkommission des Bundestags hat ein generelles Verbot von indizierten Gewalt- und Horrorfilmen im Fernsehen gefordert. Durch eine Änderung des Rundfunkstaatsvertrags sollte sichergestellt werden, daß als jugendgefährdend eingestufte Filme auch nicht mehr nach 23 Uhr ausgestrahlt werden dürfen. Negative Auswirkungen gewaltorientierter Filme auf Kinder seien nicht zu leugnen. Dabei wird auf einen Prozeß gegen einen Jugendlichen verwiesen, der nach dem „Konsum“ von Gewaltvideos zwei Mädchen schwer verletzt hatte. Die geltende Regelung, wonach indizierte Filme im Fernsehen nach 23 Uhr gezeigt werden können, reicht nach Ansicht der Kommission nicht aus. Kinder könnten die Gewaltfilme schließlich aufzeichnen und damit jederzeit sehen. Bei der Abwägung zwischen Kinderschutz und Freiheitsrechten von Erwachsenen sollte zugunsten der Kinder entschieden werden.

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