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taz Salon über Hamburgs Olympiabewerbung Milliardenregen oder Milliardengrab?

Ende Mai stimmen die Hamburger:innen darüber ab, ob sich die Stadt für die Olympischen Spiele bewerben soll. Was spricht dafür und was dagegen? Diskutieren Sie mit uns im taz Salon.

Olympia in Hamburg: Fluch oder Segen? Foto: Marcus Brandt/dpa

Rund 1,3 Millionen Hamburger Wahlberechtigte haben am 31. Mai die Möglichkeit, beim Bürgerschafts-Referendum abzustimmen: Soll sich die Stadt für die Austragung Olympischer und Paralympischer Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben? Wenn es nach dem rot-grünen Senat geht, muss die Antwort darauf zwingend Ja lauten – doch der Widerstand dagegen ist groß.

Veranstaltungsinformationen:

Wann: Mo., 25.05.2026, 19.30 Uhr, Einlass ab 19 Uhr

Wo: Haus 73, Saal (2. OG), Schulterblatt 73, 20357 Hamburg

Bitte kontaktieren Sie uns für einen barrierefreien Zugang.

Eintritt frei. Wir freuen uns über einen solidarischen Beitrag an taz zahl ich.

Die Teilnahme ist nur mit einem im Voraus gebuchten Ticket möglich. Wir bitten Sie daher um eine Anmeldung über das unten aufgeführte Ticket-Portal.

Aus Sicht von SPD und Grünen besteht in der Ausrichtung der Spiele eine „Chance für alle“: Olympia würde der Stadt einen kraftvollen Impuls für die Zukunft geben; es würde zu verbesserter Mobilität, zu mehr Sport und Bewegung – und auch zu mehr Barrierefreiheit in der ganzen Stadt führen.

Das vorgelegte Konzept sieht vor, dass sich die Spiele der Stadt anpassen: Großenteils sollen bestehende Sportstätten genutzt werden; das dann nötige olympische Dorf am Volkspark sei ohnehin bereits als neuer Stadtteil geplant. Und bei anderen Infrastruktur-Projekten, wie etwa dem Bau neuer S- und U-Bahn-Linien, würde endlich die nötige Dynamik in die Verhandlungen mit der Bundesregierung kommen, sodass die Umsetzung zügig erfolgt. Obendrauf soll ein „olympisches Band“ durch Entsiegelung und Begrünung Dutzender Flächen für mehr Ökologie in der Stadt sorgen.

Doch die Gegner:innen der Bewerbung trauen diesen schönen Plänen nicht: In ihren Augen mogelt der Senat beim Konzept, denn es gibt ja noch nicht mal ein Olympia-taugliches Stadion in der Stadt. Und dass das Finanzkonzept sogar mit einem finanziellen Gewinn für die Stadt im Fall der Durchführung rechnet, wollen sie auch nicht glauben: In den 4,8 Milliarden Euro, die Rot-Grün veranschlagt, seien ja noch nicht einmal die Kosten für die Sicherheit enthalten.

Letztlich sei das Konzept ebenso abwegig wie das vor elf Jahren vorgelegte: Damals schon begeisterten sich SPD und Grüne dafür, die Spiele nach Hamburg zu holen – und wollten sich im Referendum Rückendeckung dafür holen, dass die Stadt auch wirklich den Zuschlag des Internationalen Olympischen Komitees erhält. Allein: Es kam anders. Knapp setzte sich die Nolympia-Seite durch. Wiederholt sich die Geschichte?

Im taz Salon diskutieren wir darüber und begrüßen auf dem Podium diese Gäste:

🐾 Alske Freter, sportpolitische Sprecherin der Grünen

🐾 Christoph Holstein, Sportstaatsrat SPD

🐾 Eckart Maudrich, Sprecher der Initiative Nolympia

🐾 Heike Sudmann, Fraktionschefin Die Linke Hamburg

Moderation: André Zuschlag, taz-Redakteur

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Beteiligen Sie sich

Sie möchten vorab Fragen für diese Veranstaltung einreichen? Oder nach dem Gespräch Zuschauer:innen-Feedback geben? Schreiben Sie uns! Wir freuen uns auf Ihre Mail: salon@taz.de