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10. - 18. Oktober 2026

Istanbul

  • Städtereise in die Metropole auf 2 Kontinenten - mit Bootsfahrt auf dem Bosporus bis zum Schwarzen Meer
  • 1.330 € (DZ/ 3 x HP, 5 x ÜF/ ohne Anreise)
  • Reiseveranstalter: via cultus Studienreisen
  • im Anschluss möglich: 10-tägige Busreise von Istanbul nach Diyarbakir und zurück: siehe Stichwort "Türkei" in taz-Auslandsreisen

mit Nihat Gencosman und Derya Türkmen (taz-Redakteurin)

Nach Jahren des Ausnahmezustandes und den folgenden Corona-Epidemie-Jahren ist Istanbul nun zurück auf der politischen und kulturellen Landkarte Europas. Touristen aus aller Welt drängen sich wieder vor den Hauptsehenswürdigkeiten, darüber hinaus ist Istanbul zu einem der wichtigsten Fluchtpunkte vor dem russischen Krieg in der Ukraine geworden.

Programm

Als größte und wichtigste Stadt der Türkei ist Istanbul der kulturelle und politische Puls des Landes. Hier werden die Trends für die Zukunft gesetzt. Wir wollen mit ihnen gemeinsam erkunden, welche Perspektiven die Zivilgesellschaft für die aktuelle Entwicklung der Türkei sieht.

Nach dem Wahlsieg der Oppositionskräfte bei der Kommunalwahl im März 2024 gab es zunächst Hoffnung auf eine politische Veränderung, doch die ist nach den Verhaftungen von vielen Oppositionspolitikern inzwischen in Wut und Verzweiflung umgeschlagen. Welche Chancen hat der ökologische Umbau, wie sieht die Zukunft von Kurden und Armenier aus, was passiert mit den politischen Gefangenen und der Meinungsfreiheit im Land?

Eine belebte Fußgängerstraße in Istanbul, in der Mitte fährt eine rote Tram
Istiklal Cadessi - zentrale Straße im Stadtteil Beyoğlu Foto: Barbara Staubach

Wir werden VertreterInnen der Zivilgesellschaft treffen, die uns darüber Auskunft geben und mit uns über die Zukunft Istanbuls und der Türkei sprechen.

Wir werden uns aber auch mit der Geschichte und der Faszination dieser 3000 Jahre alten Metropole auf zwei Kontinenten befassen. Wir zeigen ihnen die architektonischen und kunsthistorischen Perlen des byzantinischen und osmanischen Reiches und den Alltag einer 16 Millionen – Metropole an der Schnittstelle zwischen Europa und dem Nahen Osten.

Von den 16 Millionen Einwohnern sind mindestens zwei Millionen Menschen Ausländer. Gerade in letzter Zeit sind etliche aus den Kriegsgebieten in der Ukraine und aus Russland dazu gekommen. Anfang 2026 ist aber nach wie vor die größte Gruppe aus Syrien (fast 1 Million Flüchtlinge), von denen rund die Hälfte ohne Registrierung in Istanbul lebt. Allerdings werden vermutlich viele von ihnen in den nächsten Monaten nach Syrien zurückkehren – freiwillig oder gezwungenermaßen.

In der Stadt finden sich religiöse und säkulare Viertel die kaum noch etwas miteinander zu tun haben, dazu armenische, griechische und jüdische Minderheiten, die um ihr Überleben kämpfen.

Ganz im Wortsinne gilt das auch für Millionen Menschen, die angesichts der hohen Inflation jeden Tag schauen müssen, wie sie das Essen auf den Tisch bekommen. Istanbul ist auch die Stadt der Gegensätze zwischen sehr reichen und sehr viel sehr armen Menschen, die alle versuchen, miteinander klar zu kommen.

In der Stadt werden die Trends für die gesamte Türkei gesetzt und auch viele in Deutschland lebende Türken schauen deshalb mit Spannung nach Istanbul. Es wird Zeit, die Stadt wieder zu besuchen.

Reiseleitung: Nihat Gencosman

Jahrgang 1953, ist lizensierter Reiseleiter für die Türkei und Touristik Veranstalter; seit 2014 begleitet er taz-Reisegruppen in Istanbul. Er besuchte ein deutschsprachiges Gymnasium in Istanbul und studierte Tourismus. Seitdem arbeitet er im Tourismus sowie ab und zu als Stringer und Dolmetscher für deutsche Medien (WDR, BR, Spiegel, Stern, Merian).

Derya Türkmen
Foto: Miriam Klingbeil

in Kooperation mit taz-Redakteurin Dery Türkmen

Derya Türkmen ist seit Oktober 2023 bei der taz, schreibt am liebsten über Gesellschaftsthemen, Filmpolitik, Migration und die türkische Diaspora in Deutschland. Und berichtet über die politische Lage in der Türkei.

Sie hat TV- und Filmproduktion in Hamburg, Angewandte Medien in Mittweida sowie Asian Cinema und TV-Broadcast in Ayr/Schottland studiert.

Bitte buchen Sie die Reise direkt beim Reiseveranstalter

Die Reise kann nur beim Veranstalter gebucht werden, auch wenn sie auf dessen Website nicht aufgeführt ist.