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19.10.2026 , 23:43 Uhr
Die Mieten in Berlin liegen 48 % unter den Mieten in London, 20 % tiefer als in München, 13 % tiefer als in Paris und 55 % tiefer als in Singapur. Woher kommt die Erwartung, dass sich der Markt in Berlin signifikant anders verhalten sollte als in vergleichbaren Städten der Welt? Sind es nicht eher hohe Nebenkosten, überbordende Regelungen sowie die hohe Steuerlast auf Einkommen, welche die Mieten im Verhältnis zu hoch erscheinen lassen? Hat Berlin primär ein Problem mit zu hohen Mieten oder eher damit, dass angesichts hohen Zuzugs neuer Wohnraum fehlt bzw. Bahnverbindungen günstigere Vororte unzuverlässig funktionieren? Wenn Vermietung so lukrativ ist, warum stehen die Investoren dann nicht Schlange? Wie wahrscheinlich ist es, dass eine Stadt, wie Berlin, Wohnungen langfristig günstiger bewirtschaftet als ein Privatunternehmen? Und findet wirklich in sinnvollen Abständen eine Überprüfung statt, ob Menschen, die heute in Sozialwohnungen leben, inzwischen nicht längst selbst Spitzenverdiener sind? Wie bewältigt Berlin die finanzielle Belastung, die mit einer Vergesellschaftung verbunden sind: Kreditzinsen für den Kauf und Steuerausfall durch Abschreibung bei den Wohnungsunternehmen?
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