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08.08.2026 , 21:38 Uhr
Der Artikel feiert El Sayed als Mann, der „die Sprache der Straße" spricht. Dabei haben genau diese Wähler ihn nicht gewählt. Detroit, Flint, die Schwarze Community, die Arbeiterklasse: alles ging an Stevens. Sein Sieg kam aus Ann Arbor und Grand Rapids, den akademischen Wohlstandsinseln des Staates. Auch bei den Fakten hapert's: Aipac wird als „israelische Lobbyorganisation" bezeichnet. Dabei ist es eine amerikanische Organisation, finanziert von US-Bürgern. Die Ausgaben werden ebenfalls falsch dargestellt: angeblich 67 Millionen Dollar, tatsächlich waren es rund 30 – die höhere Summe sind die Gesamtausgaben aller Stevens-Unterstützer. Der Vater soll an der University of Michigan studiert haben, er war aber an der Wayne State. Und Stevens wird als „amtierende Senatorin" bezeichnet, obwohl sie Kongressabgeordnete ist. Dazu kommt die unkritisch übernommene Selbstdarstellung als Arzt: El Sayed hat einen MD-Titel, aber nie praktiziert und nie eine Approbation gehabt. Das ist ein Vorwurf, der ihm im Wahlkampf selbst gemacht wurde. Man fragt sich, wie ein Kommentar mit so vielen Fehlern überhaupt durch die Redaktion geht.
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