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02.10.2026 , 16:36 Uhr
Das ist sicherlich ein Teil der Wahrheit. Aber ich war wirklich erschrocken darüber, was nach den Wahlergebnissen passiert ist. Erst hat der Tagesspiegel vor den Wahlen versucht, ein Kopf-an-Kopf-Rennen herbeizuschreiben, damit ihr geliebter Evers nicht schon aus dem Rennen ist. Und jetzt wird aus allen Rohren gefeuert, um Elif Eralp zu diffamieren. Ich finde das wirklich unangenehm.
zum Beitrag02.10.2026 , 16:31 Uhr
Wie nett von Ihnen! Ihre Kommentare dort fand/finde ich auch stets richtig gut und erfrischend! Aber momentan ärgere ich mich beim TS nur noch… trotzdem spannend dass das mittlerweile vielen auffällt was dort nach den Wahlergebnissen gerade läuft.
zum Beitrag02.10.2026 , 09:35 Uhr
Sehe ich ähnlich. Ich habe den TS lange und wirklich gern gelesen und dort auch fleißig unter dem Namen Diogenes mitkommentiert. Inzwischen tue ich beides praktisch gar nicht mehr.
Irgendwann macht es einfach keinen Spaß mehr, bei der Lektüre ständig das Narrativ mitdenken zu müssen, das insbesondere bei der Berichterstattung über die Linke erkennbar wird. Aus allen Rohren wird gegen sie gefeuert, während man das offenbar selbst als vollkommen neutrale, rein sachliche Kritik versteht.
Natürlich muss ich den TS nicht lesen und inzwischen tue ich es eben auch nicht mehr. Schade finde ich es trotzdem, denn diese Art der Berichterstattung hat für mein Empfinden inzwischen sehr unschöne Formen angenommen.
Umso treffender finde ich den Gedanken dieses Artikels. Vielleicht fällt Selbstreflexion gerade deshalb so schwer, weil man die eigene politische Perspektive gar nicht als solche wahrnimmt, sondern sich selbst für politisch neutral hält. Ich glaube, genau da liegt der Knackpunkt.
zum Beitrag31.10.2025 , 14:42 Uhr
Es ist gut, dass beim Fahrdienst endlich Bewegung in die Sache kommt… die bürokratischen Unterschiede zwischen den Bezirken haben Familien lange genug zusätzlich belastet. Was mir aber auffällt. Noch immer ist in vielen offiziellen Mitteilungen (und Zeitungsartikeln - auch wenn es hier nach der Überschrift zumindest besser wird) von „behinderten Kindern“ oder „behinderten Schülern“ die Rede. Dabei sollte inzwischen selbstverständlich sein, dass Sprache Realität mitprägt. Kinder haben eine Behinderung, sie sind nicht ihre Behinderung.
zum Beitrag04.01.2025 , 10:22 Uhr
Dann wage ich mal die steile These: Sie haben Zauberberg 2 nicht gelesen. Oder sonst ein Buch von Heinz Strunk.
Den Anspruch wie Thomas Mann zu schreiben gab es bei Strunk nicht. Das wäre auch zum Scheitern verurteilt gewesen.
Der Präsident der deutschen Thomas Mann Gesellschaft Prof. Hans Wißkirchen fasst Zauberberg 2 von Strunk gut zusammen: „Heinz Strunk schafft das Unmögliche: Er bleibt sich beim Schreiben treu und schafft gerade dadurch einen neuen Zauberberg, an dem auch Thomas Mann seine Freude gehabt hätte.“
zum Beitrag22.11.2024 , 09:45 Uhr
Ein Verbot halte ich für sinnvoll. Es müsste noch viel mehr unternommen werden. Meine Erfahrung ist, dass es den Konzernen (Meta, Google, Tiktok etc.) ausschließlich um meine Aufmerksamkeit geht - darum Informationen über mich zu sammeln, diese gegen meinen Willen zu missbrauchen, zu speichern und zu verkaufen. Das Internet und die Apps sind nie zu Ende - sie sind bodenlos. Es gibt unendliche Informationen die meine Aufmerksamkeit triggern. Ich habe mich entschieden alle entsprechenden Apps zu löschen und meine Profile löschen zu lassen. Ich möchte entscheiden wem ich meine Aufmerksamkeit schenke. Sehr dabei geholfen haben mir Jenny Odell und ihr Buch "Nichts tun" oder Nina Kunz und ihr Buch "Ich denk, ich denk zu viel". Ich halte es wieder aus, in der UBahn zu sitzen und mich einfach nur umzugucken und meinen Gedanken nachzuhängen, ohne das Handy zu zücken. Oder ich habe ein Buch dabei zu einem Thema, das ich mir ausgesucht habe. In bin allerdings auch Anfang 50 und habe die Entwicklung mitbekommen und konnte später immer für mich entscheiden, ob und wie ich mit Internet und Smartphone umgehen möchte. Heutzutage bzw. bei den jüngeren Generationen hängt da viel mehr dran.
zum Beitrag21.10.2024 , 10:29 Uhr
Ich finde solche Preise ziemlich doof. Oder den Literaturbetrieb insgesamt so wie er ist. Großartig war die Unterwanderung durch die ZIA damals in Klagenfurt mit Publikumspreisträger Wolfgang Herrndorf.
Gut, Clemens Meyer wollte jetzt nicht unbedingt den Literaturbetrieb kritisieren, er wollte den Preis wegen der Kohle.
Seinen kleinen Ausbruch fand ich trotzdem ziemlich gut und werde mir auf jeden Fall sein Buch kaufen. Zudem mag ich (gute) Romane die mehr als 220 Seiten haben. Ich bin gespannt.
zum Beitrag21.10.2024 , 10:17 Uhr
"Doch es gibt noch weitere Gründe für die hohen Zahlen. Das Krankenhaus des Maßregelvollzugs in Berlin steht seit Jahren wegen Personalmangels und Überbelegung in der Kritik. Die Patient*innen haben keine Privatsphäre, es gibt zu wenige Therapien und andere Angebote. Das wirkt sich auf die Psyche aus, führt zu Langeweile und Frust. Um die Menschen ruhig zu stellen, werden sie, so sagte es eine Angehörige der taz, „mit Medikamenten vollgepumpt“. Oder, wenn das nicht reicht, isoliert. Sven Reiners, bis Ende Juni ärztlicher Leiter des KMV, sagte der taz im Interview, alle Isolationszellen im KMV seien durchgängig belegt."
Bei der Zusammenarbeit mit Sozialen Trägern mit Wohnangeboten für Menschen mit psychischen Erkrankungen ist auch noch viel Luft nach oben. Hier könnten viele Menschen vermittelt werden, die im oben zitierten Absatz erwähnt werden. Aber man muss auch festhalten, dass hier beim KMV dafür viel zu wenig getan wird (vorsichtig ausgedrückt).
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