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01.09.2026 , 16:01 Uhr
"Die agd sägt an dem Ast auf dem Sachsen-Anhalt sitzt - es geht also nicht um Verlustängste"
Ich möchte widersprechen. Die Verlustängste drehen sich nur scheinbar um Materielles, es geht m.M.n. um den gefühlten Verlust an persönlicher Souveränität. Freiheit und Demokratie erfordern ein Mindestmaß an Toleranz für Ambiguität, die immer mit auszuhaltender Unsicherheit einhergeht.
Mein Eindruck ist, dass im Osten Demokratie seit dem Mauerfall als Rundumwohlfühlversprechen missverstanden wird und jede Störung als möglicher Existenzverlust erlebt wird. Eigenverantwortung müsste kulturell erst erlernt werden.
Da wird das Wählen des diametralen irrationalen 'Dagegenseins' der Armseligkeit Für Deutschland zum Ausdruck einer verkehrten Souveränität, die allerdings niemand in Frage stellen kann. Das macht die Stabilität aus.
zum Beitrag01.09.2026 , 15:40 Uhr
"Es geht ihnen darum, was bei ihnen ankommt, ob sie Angst haben müssen, etwas zu verlieren. "
Hmmm - da wird der Homo Oeconomicus aber etwas überstrapaziert. 'Angst, etwas zu verlieren' kann man in jeder materiellen Lage haben, das ist sogar bei Gutgestellten eher die allgemeine Seelengrundverfassung.
Als Analyse der Gründe für den Zulauf zur AFD reicht das bitte überhaupt nicht. Es fällt schwer, dafür überhaupt rationale Gründe auszumachen, wohingegen Angst schon eher plausibel scheint. Und die wird nicht mit 'Zuwendungen' bekämpft, sondern mit Zuversicht und Vertrauen. Und in deren eklatanten Mangel liegt das Hauptdefizit neoliberaler Politik um nicht zu sagen es sind geradezu 'Störfaktoren' in ihrer spekulativen Mechanik unendlicher Gier.
Die Xenophobie und Homophobie der Rechten hat nichts mit realen Erfahrungen zu tun, sondern mit Angst vor dem Fremden. Oft genug liegt das Fremde dabei in einem selbst, aber man arbeitet sich in bequemer Weise aggressiv als bedrohtes 'Opfer' an den 'Anderen' ab. Manchmal halt auch am Kanzler, er ist ja - wenn überhaupt etwas - 'Täter'.
zum Beitrag29.03.2023 , 11:01 Uhr
Stimme 100% zu. Kann ich nicht mehr wählen, diese Partei. Jetzt wird Leverkusen endgültig nach ruck-zuck Planung über die Menschen hinweg flächig zubetoniert, dank Hrn. Wissings feuchten Individualverkehrsphantaisen.
Nennt sich 'beschleunigte Planung'.
Sehr treffender Kommentar von Fr. Krüger übrigens.
zum Beitrag