: Privatisierung kostet Jobs
DÜSSELDORF dpa ■ Die Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen hat laut einer Studie seit Anfang der 1990er-Jahre mindestens 600.000 Arbeitsplätze in Deutschland gekostet. Das berichtete das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Mittwoch in Düsseldorf. Demnach fielen im öffentlichen Dienst zwischen 1991 und 2006 mehr als 2,1 Millionen Stellen weg –eine Hälfte durch Privatisierung, die andere durch Rationalisierung. Zwar seien auch neue Arbeitsplätze in privaten Firmen entstanden – zum Beispiel bei den Konkurrenten der ehemals staatlichen Telekom oder bei privaten Brief-Dienstleistern. Unter dem Strich bleibe jedoch ein Minus von mindestens 600.000 Stellen, so das WSI. Zudem seien viele der neuen Arbeitsplätze nur schlecht bezahlte Minijobs.