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Archiv-Artikel

„Hanse Passage“: Schwankhalle bandelt mit Danzig und Riga an

Von kli

„Euphoria!“ ist nicht nur ein Gastspiel, als lettisch-deutsche Koproduktion ist „Euphoria!“ auch ein Vorgeschmack darauf, wie sich das Programm in der Schwankhalle entwickeln könnte. Denn die Schwankhalle soll im Zuge von Bremens Kulturhauptstadt-Bewerbung zu einem Zentrum des künstlerischen Austausches zwischen Bremen und seinen Partnerstädten Danzig und Riga werden.

Geplant sind gemeinsame und vorzeigbare Produktionen, etwa in Form eines kleinen Festivals, das durch die Städte reist. Und geplant ist auch, die Kooperationen professionell und mit finanzieller Unterstützung der EU zu etablieren: Derzeit liegt auf Brüsseler Schreibtischen ein Antrag des Bremer Kulturhauptstadt-Projektbüros auf Förderung eines „Netzwerk-Managements“. Beantragt wurden 168.400 Euro zur Finanzierung von Personal, das die Kooperationen innerhalb von drei Jahren nachhaltig auf die Beine stellen soll.

Eingereicht wurde der Antrag in Brüssel für das Programm „Hanse Passage“. Dieses hob die EU im Juni 2003 aus der Taufe, um mit insgesamt 7,2 Millionen Euro die Zusammenarbeit zwischen kooperationswilligen EU-Regionen zu fördern. Und im Bereich der freien Kunst ist die Lust aufeinander offenbar groß: Nachdem sich die Bremer Schwankhalle mit dem Danziger „Baltic Sea Culture Centre“ und dem Rigaer „New Theatre Institute“ kurzgeschlossen hat, will nun auch das Amsterdamer „Muz-Theater“ mit ins Boot. Außerdem ist man im Gespräch mit Groningen und den Theaterwissenschaftlern der Uni Hildesheim.

Die Entscheidung der EU wird am 19. April fallen und falls Brüssel absagt, wolle man sich in der nächsten Runde wieder bewerben, so Uli Fuchs vom Kulturhauptstadt-Büro. In jedem Fall aber werden sich Kulturmanager aus Danzig, Riga und Bremen im Herbst in Brüssel zu einem Seminar treffen mit dem komplexen Thema „EU-Antragswesen“. kli

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