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Archiv-Artikel

Rundbrief reicht nicht

Lehrer-Kritik an Rosenboom: Senatsverordnung schreibt Addierung von Lehrer-Minusstunden doch vor

Von KAJ

Die Sache sei ganz klar, Hamburgs Schulen müssten Minusstunden von Lehrern „nicht addieren und aufs nächtste Jahr übertragen“, hat Schulaufsichtsleiter Norbert Rosenboom am Montag im taz-Interview erklärt. Entsprechendes habe er noch vor den Ferien den Schulen per Rundschreiben mitgeteilt.

In Lehrerkreisen überzeugt dies offenbar nicht. „Es gibt einen Senatsbeschluss vom 1. Juli 2003, der stellt in Paragraph 4 eindeutig klar, dass keine Plus- oder Minusstunde auf dem persönlichen Arbeitskonto einer Lehrkraft verfällt und diese aufs nächste Schuljahr zu übertragen sind“, erklärt der Eppendorfer Lehrer Peter Stielert. Dies könne durch „kein Rundschreiben der Welt“, sondern höchstens durch eine „weitere Senatsverordnung“ aufgehoben werden.

Norbert Rosenboom ließ diese Einwände gestern von Behördenjuristen prüfen und bleibt bei seiner Aussage: „Die Rundschreiben stehen nicht im Widerspruch zur Senatsverordnung. Sie sind eine Ausführung dessen, was im Rahmen dieser Verordnung möglich ist“. Ob es dennoch eine Dienstanweisung gebe, werde „überlegt“. KAJ